Bei Acapulco Schweres Erdbeben erschüttert Mexiko

Nahe dem Urlaubsort Acapulco hat sich ein schweres Erdbeben ereignet. Ein Mensch kam ums Leben, Gebäude wurden beschädigt. Die Erdstöße waren auch in der 300 Kilometer entfernten Hauptstadt zu spüren.
Zerstörtes Auto vor einem Hotel nahe Acapulco

Zerstörtes Auto vor einem Hotel nahe Acapulco

Foto: David Guzman / EPA

Unweit des mexikanischen Urlaubsortes Acapulco hat die Erde gebebt. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke des Erdstoßes am Dienstagabend (Ortszeit) mit 7,0 an, Mexikos seismologischer Dienst SSN mit 7,1.

Das Zentrum lag laut SSN im südlichen Bundesstaat Guerrero, rund elf Kilometer südwestlich des mexikanischen Urlaubsortes Acapulco in einer Tiefe von rund zehn Kilometern. Laut dem US-Tsunami-Warnsystem bestand keine Tsunami-Gefahr an der Pazifikküste Guerreros.

Der Gouverneur von Guerrero, Héctor Astudillo, sagte im Fernsehsender Milenio, im Ort Coyuca de Benítez sei ein Mann gestorben, als ein Mast auf ihn gestürzt sei. Es gebe viele Berichte über Schäden an Gebäuden. Laut SSN wurden seit Dienstagabend 22 Uhr Ortszeit 73 Nachbeben verzeichnet, das heftigste habe eine Stärke von 5,2 gehabt.

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»Wir haben lauten Krach aus dem Gebäude gehört, im Haus fielen Gegenstände herab, der Strom fiel aus«, berichtet Sergio Flores aus Acapulco. »Das Wasser ist aus dem Pool geschwappt und die Leute haben geschrien, sie waren sehr aufgeregt.« Menschen seien aus den Hotels gelaufen, einige hätte versucht, ihre Autos aus der Parkgarage zu holen, aus Angst, dass das Gebäude einstürzt.

Auch im mehr als 300 Kilometer entfernten Mexiko-Stadt war das Beben deutlich zu spüren. Die Bürgermeisterin der Hauptstadt, Claudia Sheinbaum, teilte auf Twitter mit, es gebe zunächst keine Berichte über schwere Schäden. In vielen Teilen der Stadt sei allerdings der Strom ausgefallen.

In Mexiko ereignen sich immer wieder heftige Beben. Die gesamte Westküste des amerikanischen Doppelkontinents liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, der für seine seismische Aktivität bekannt ist.

Am 19. September 2017 kamen bei einem Erdstoß (Stärke 7,1) 369 Menschen ums Leben, 228 davon in Mexiko-Stadt - damals lag das Epizentrum näher an der Hauptstadt. Das Unglück ereignete sich auf den Tag genau 32 Jahre nach einem Erdbeben der Stärke 8,1, bei dem 1985 in Mexiko-Stadt mindestens 10.000 Menschen gestorben waren.

ala/dpa/AP