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Starkoch Müller "Tönnies hat das Gedankengut vieler ausgedrückt"

Die Aussagen seien "entlarvend": Sternekoch Nelson Müller findet es gut, dass über die rassistischen Äußerungen diskutiert wird - und empfiehlt eine Weiterbildung für Schalke-Boss Tönnies.
Sternekoch Nelson Müller: Er empfiehlt Schalke-Boss Tönnies eine Weiterbildung

Sternekoch Nelson Müller: Er empfiehlt Schalke-Boss Tönnies eine Weiterbildung

Foto: Future Image/ imago images

Sternekoch Nelson Müller, 40, findet die Äußerungen des Fleischunternehmers und Schalke-Aufsichtsratschefs Clemens Tönnies über Afrikaner entlarvend. "Ich finde es gut, dass diese Aussagen gefallen sind." Dadurch komme "das Gedankengut vieler" an die Oberfläche, teilte Müller in einer Stellungnahme mit.

"Wir haben ja ein Grundgesetz. Mit solchen Aussagen wird immer wieder bewiesen, dass viele es einfach nicht verstanden haben. Will sagen: Die Leute brauchen scheinbar mehr Wissen und vielleicht braucht Herr Tönnies ja eine Weiterbildung." Jemand wie er, der auf der privilegierten Seite des Lebens stehe, könne dadurch nur profitieren "und mit dem neuen Wissen viel bewegen", so Müller weiter.

Nelson Müller betreibt in Essen zwei Restaurants. Als Koch tritt er auch häufig im Fernsehen auf. Der Starkoch bezeichnet sich selbst als "Stuttgarter Junge mit ghanaischen Wurzeln".

Tönnies hatte in der vergangenen Woche den Bau von Kraftwerken in Afrika empfohlen, damit "die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen" und "Kinder zu produzieren". Tönnies hat sich danach für seine Worte "bei den Fans, Mitgliedern und Freunden des FC Schalke 04" entschuldigt. Im Einvernehmen mit dem Ehrenrat des Vereins will er sein Amt nun für drei Monate ruhen lassen.

Lesen Sie hier einen Gastbeitrag des Soziologen Wilhelm Heitmeyer über die "Entlarvung der Eliten".

cpa/dpa