Auf dem Weg ins Himalaja-Gebirge Flugzeug vermisst – offenbar zwei Deutsche an Bord

In Nepal ist eine Passagiermaschine verschwunden, die in eine bei Bergsteigern beliebte Gegend unterwegs war. An Bord befanden sich nach Angaben der Behörden 22 Menschen – darunter zwei Deutsche. Eine Suchaktion läuft.
Flugzeug vom Typ Twin Otter in Simikot, Nepal (2021): Eine ähnliche Maschine hat den angestrebten nordnepalesischen Flughafen Jomsom nicht erreicht

Flugzeug vom Typ Twin Otter in Simikot, Nepal (2021): Eine ähnliche Maschine hat den angestrebten nordnepalesischen Flughafen Jomsom nicht erreicht

Foto: Madhu Thapa / REUTERS

In Nepal ist ein Passagierflugzeug mit zwei Deutschen und 20 weiteren Menschen an Bord vom Radar verschwunden. Der Kontakt zu der Maschine vom Typ Twin Otter sei kurz nach ihrem Start am Sonntagmorgen in der westlichen Stadt Pokhara abgebrochen, teilte die Fluggesellschaft Tara Air mit. Die Suche nach der Maschine, die auf dem Weg zum beliebten Bergsteigerziel Jomsom war, wurde durch schlechtes Wetter behindert.

Das Flugzeug war laut Tara Air am Vormittag mit drei Besatzungsmitgliedern nach Jomsom aufgebrochen. Bei den 19 Passagieren handelte es sich demnach um zwei Deutsche, vier Inder und 13 Nepalesen.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Jomsom ist ein bei Bergsteigern beliebtes Reiseziel im Himalaja-Gebirge. Der Ort ist mit dem Flugzeug nur etwa 20 Minuten von Pokhara entfernt.

»Wir versuchen, das mögliche Gebiet, in dem das Flugzeug sein könnte, zu orten«, sagte ein Tara-Air-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Ein Sprecher des nepalesischen Innenministeriums teilte mit, für die Suche nach dem Flugzeug seien zwei Hubschrauber losgeschickt worden. In dem Gebiet herrsche allerdings sehr schlechte Sicht. »Das schlechte Wetter wird den Sucheinsatz wahrscheinlich behindern.«

Niedrige Sicherheitsstandards

Die Luftfahrt in Nepal boomt seit Jahren, die Sicherheitsstandards sind angesichts unzureichender Ausbildung des Personals und mangelhafter Wartung der Maschinen allerdings niedrig. Die Europäische Union hat daher alle nepalesischen Fluggesellschaften aus ihrem Luftraum verbannt.

Hinzu kommt, dass sich in dem Himalaja-Staat einige der abgelegensten und schwierigsten Landebahnen befinden. Außerdem kann das Wetter in Nepals Bergen schnell umschlagen und gefährliche Flugbedingungen schaffen. Im März 2018 war eine Maschine der bangladeschischen Fluggesellschaft US-Bangla in der Nähe des internationalen Flughafens der Hauptstadt Kathmandu abgestürzt. Dabei kamen 51 Menschen ums Leben.

Diesen Monat wurde in Bhairahawa der zweite internationale Flughafen des Landes eröffnet. Der umgerechnet 70 Millionen Euro teure Bau soll den Airport in Kathmandu entlasten und buddhistischen Pilgern aus ganz Asien den Weg in Buddhas Geburtsort Lumbini erleichtern, der sich unweit des neuen Flughafens befindet.

mas/AFP/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.