Schwere Unwetter in Nepal Dutzende Menschen sterben im Monsun

Fast die Hälfte aller Bezirke sind betroffen, es gibt etliche Vermisste: In Nepal sind mehr als 60 Menschen wegen des Monsunregens ums Leben gekommen. Ein Ende der Unwetter ist nicht in Sicht.

Rettungseinsatz in Nepals Hauptstadt Kathmandu: die wiederkehrende Katastrophe
Sulav Shrestha/XinHua/DPA

Rettungseinsatz in Nepals Hauptstadt Kathmandu: die wiederkehrende Katastrophe


Wegen heftiger Monsunregen sind in Nepal mindestens 65 Menschen gestorben. Die seit vergangener Woche anhaltenden sintflutartigen Regenfälle hätten 30 der 77 Bezirke des Himalayastaates erfasst, darunter auch die Hauptstadt Kathmandu, teilte die Polizei mit.

Die Wassermassen lösten vielerorts Erdrutsche aus und sorgten für Überschwemmungen. 30 Menschen gelten derzeit als vermisst, weitere 38 erlitten Verletzungen. Mehr als 1400 Menschen seien in den vergangenen drei Tagen in verschiedenen Regionen des Landes gerettet worden, sagte ein Polizeisprecher.

In dem entlegenen Bezirk Dolpa im Nordwesten Nepals begrub ein Erdrutsch am Sonntag neun Menschen. "Ein Kind konnte gerettet werden, und einige Leichen wurden geborgen", sagte der Polizeisprecher. "Aber wir haben noch keine Details".

Erst im April waren in dem Hochgebirgsland bei schweren Unwettern Dutzende Menschen ums Leben gekommen, mehr als 600 weitere erlitten Verletzungen. Regengüsse kommen in Nepal im Frühling häufig vor. In der Monsunzeit von Juni bis September kommt es regelmäßig zu Überschwemmungen und Erdrutschen, bei denen jedes Jahr Hunderte Menschen sterben.

mxw/dpa



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