Erdrutsche in Nepal Schlammlawinen begraben Dutzende Menschen

Auch Monate nach der Erdbebenkatastrophe kommt Nepal nicht zur Ruhe. Bei Erdrutschen infolge heftiger Monsun-Regenfälle starben mindestens 28 Menschen.

Dorf im nepalesischen Distrikt Kaski: Verheerender Erdrutsch
AFP

Dorf im nepalesischen Distrikt Kaski: Verheerender Erdrutsch


Starke Regenfälle haben im Westen Nepals mehrere Erdrutsche ausgelöst. Bislang seien 28 Menschen tot aus den Schlammmassen geborgen worden, teilte die Polizei mit. 15 Menschen starben den Angaben zufolge im Dorf Lumley im Distrikt Kaski, 29 weitere Menschen werden dort noch vermisst.

Zudem seien bei einem weiteren Erdrutsch im Dorf Chapakot 13 Menschen verletzt worden. Im Dorf Bhadaure kamen laut Polizei fünf Menschen ums Leben, in den Bezirken Baglung und Myagdi insgesamt acht. Auf Fernsehbildern waren Helfer zu sehen, die in den Schlammmassen nach Verschütteten gruben. Armeehelikopter kamen ebenfalls zum Einsatz.

Ein schweres Erdbeben hatte im April die Hänge in Teilen des Himalaya-Landes destabilisiert. Monsun-Regenfälle führen nun dazu, dass sich Erde und Geröll an vielen Stellen lösen. Die Rettungsarbeiten wurden behindert, da auch viele Straßen durch Erdrutsche unpassierbar sind.

Der Regen behindert auch Hilfslieferungen für Gebirgsdörfer, die durch das verheerende Erdbeben vom April zerstört worden waren. Bei der Katastrophe starben mehr als 8800 Menschen.

wit/dpa/AFP



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