Netzüberlastung Stromausfall stürzt Athen ins Chaos

Ein großer Stromausfall hat in Südgriechenland einen Monat vor Beginn der Olympischen Spiele chaotische Zustände verursacht. Tausende Menschen blieben in U-Bahnen und Fahrstühlen stecken. In Athen brach der Verkehr zusammen.


Stromausfall in Athen: Heilloses Durcheinander auf den Straßen
AP

Stromausfall in Athen: Heilloses Durcheinander auf den Straßen

Athen - Um kurz vor 13 Uhr Ortszeit gingen in Athen die Lichter aus. Nach 20 Minuten lief die Stromversorgung zwar wieder an, aber nach Behördenangaben wird es noch mehrere Stunden dauern, bis das Netz wieder voll funktionsfähig ist.

Betroffen von dem Blackout war vor allem der Süden des Landes. Die Feuerwehr war pausenlos im Einsatz, um Menschen aus stecken gebliebenen Aufzügen zu retten. In Athen fielen sämtliche Ampeln aus, so dass auf den Straßen ein heilloses Chaos entstand. Das Olympiastadion war komplett ohne Strom. Züge in der Fünf-Millionen-Metropole und in einem Drittel des Landes standen still.

Die Elektrizitätsgesellschaft führte den Stromausfall auf die intensive Benutzung von Klimaanlagen zurück, berichtete das Radio. Die Temperaturen liegen zurzeit über 40 Grad Celsius. Der Stromausfall ging den Angaben zufolge von Athen aus und breitete sich von dort bis zu einer Entfernung von 150 Kilometern aus.

In einer ersten Stellungnahme vom Athener Organisationskomitees für die Olympischen Spiele heißt es, dass ein Stromausfall während der Olympischen Spiele die Sportanlagen und die Unterkünfte der Athleten und der Journalisten nicht beeinflussen würde. "Wir haben in allen strategisch wichtigen Anlagen und in den Pressezentren Aggregate, die automatisch bei einem Stromausfall anspringen", sagte ein Mitarbeiter.



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