Neuer Video-Blog Stil leben, Fallen vermeiden

Männer haben's immer schwerer: Mal sollen sie Machos sein, dann wieder Frauenversteher, mal jeansbekleidete Raubeine, dann wieder edle Gentlemen. Alles geht, aber das Zauberwort heißt einfach Stil.


Individualität lohnt sich: Wenn Stil das Gegenteil von Mode ist, kommt man mit Stil erheblich bequemer und kostengünstiger durchs Leben, als jeder modischen Narretei hinterher zu hecheln. Vorausgesetzt, man(n) hat ihn, den Stil. Also Moden vermeiden? Jein. Aber Herren-Outfits sollten spätestens ab Mitte 20 sich nicht mehr an Vorbildern wie Tokio Hotel orientieren. Oder am eigenen Sohn: Nichts ist peinlicher und pädagogisch fragwürdiger als ein "neuer Papa", der aussehen will wie sein Neunjähriger.

Dabei sind Männer - was Kleidung angeht - gegenüber Frauen trendmäßig meist im Vorteil und könnten entspannt durch die Fachgeschäfte streifen: Ihre Schuhe, Mäntel oder Anzüge variieren bei den Klassikern über die Jahre nur marginal, und wer dazu noch auf Hochwertiges setzt, spart Stress und Anschaffungen. Stilvolles Leben hat also mit materiellem Wohlstand nur teilweise zu tun: Es ist einfach praktisch.

Entscheidend ist weniger, wie viel Geld man für sich ausgibt, sondern wofür. Keinesfalls sollte man beispielsweise am Schuhwerk sparen, eine mindere Auswahl am "Fuß-Ende" des stilistischen Gesamtwerkes schreddert die Optik komplett. Im Gegenteil: Perfekte Schuhe werten ein sonst eher legeres Styling erheblich auf. Solche Fallen zu vermeiden, ist der erste Schritt zu sicherem Stil.

Aber Stil umfasst natürlich mehr als Mode und Accessoires: Wohnen, Pflege, Bücher, Musik, alles, was die Persönlichkeit prägt und ausdrückt, kann Ausdruck eines eigenen Stils sein. Mehr darüber künftig an dieser Stelle: Knapp, pointiert, informativ - Tipps für stilvolles Leben. Akzente setzen statt protzen. Und Spaß macht's obendrein. Denn Stil steigert die Lebensqualität.



insgesamt 32 Beiträge
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p.dünsch 01.11.2007
1. Sinnlose Pflichteingabe
Ueber den Stilgehalt der farblichen Abstimmung von Herrn Theurichs Hut auf seinen Mantel laesst sich wohl streiten. Aber eine interessante Idee fuer eine Kolumne, aeh, Verzeihung: Ein Blog. Mal sehen, was die naechste Folge bringt.
JoSchau 01.11.2007
2. Hut braucht Mut
Da meine Haare mich schon mit Mitte 20 größtenteils verlassen haben, war ich quasi gezwungen, mir eine andere Kopfbedeckung zu suchen und kam so zum Hut. Ein tatsächlich auffallendes Kleidungsstück, dass aber sowohl bei Männern wie auch bei Frauen gut ankommt, wie mir meine Erfahrung zeigt.
fliep 04.11.2007
3. auch bei itunes?
Hallo, recht interessant, die Videokolummne. Mal sehen, was da noch kommen wird. Gibt es die Möglichkeit diese Sendung via iTunes oder einem anderen Podcatcher zu abonnieren? gruß.
Lucius Voldemort, 10.11.2007
4. Hut und Stil
Zitat von JoSchauDa meine Haare mich schon mit Mitte 20 größtenteils verlassen haben, war ich quasi gezwungen, mir eine andere Kopfbedeckung zu suchen und kam so zum Hut. Ein tatsächlich auffallendes Kleidungsstück, dass aber sowohl bei Männern wie auch bei Frauen gut ankommt, wie mir meine Erfahrung zeigt.
Ja, ja JOSchau, da kann ich nur beipflichten. Die haare, die nie eine haarpracht waren, gingen bei mir auch anfang zwanzig radikal weg und mitte zwanzig war da nix mehr oben, nur noch schläfenhaare. Das war, wie grausam damals, mitten im beginn der Beatle Ära. Also eine kopfbedeckung mußte her, denn im sommer gab es blasen von der sonne im winter durch die kälte. Hut und (heute heißt es) basecap von den amifreunden wechselten sich ab. Die männer fanden das damals irgendwie blöd, trugen sie doch ihre haare zur schau. Die frauen eher originell. Und wenn sie merkten, das unter dem hut eine hygienisch einwandfreie, pflegeleichte, testosteron veranlagte platte auftauchte, war das überhaupt kein problem. Seit dem gehört der hut bzw. die hüte zu mir. Aber bisher immer noch keiner mit gamsbart. Und zum artikel: Apropos schuhwerk. Ich habe mir bisher nur einmal schuhe anfertigen lassen, für sündhaft teures geld, aber ich bin im leben nie besser gelaufen. Deswegen, schuhe sind das A & O für mich. Auch wenn diese nicht maßgeschneidert sind.
Silvia, 14.11.2007
5. An den Schuhen erkennt man den Menschen ...
... heißt es doch. Das hat was. Schuhe müssen nicht maßgeschneidert sein, aber sie können den Gesamteindruck ansonsten schicker Kleidung völlig zerschlagen. Leider gibt es gerade für Frauen nur wenig schickes Schuhwerk, das die Füße schadlos überstehen. Bequeme Schuhe sind oftmals 'Oma-Schuhe'.
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