Höchstes Gebäude der Welt Dubai ehrt Neuseelands Premierministerin mit Bild auf Burj Khalifa

Für ihren Umgang mit dem Terroranschlag in Neuseeland wurde Premierministerin Jacinda Ardern weltweit gelobt. Dubai erwies der 38-Jährigen nun eine besondere Form der Ehre.

Der Burj Khalifa in Dubai zeigt die neuseeländische Premierministerin
Ho/ Dubais Public Diplomacy Office/ AFP

Der Burj Khalifa in Dubai zeigt die neuseeländische Premierministerin


Eine Woche nach dem tödlichen Anschlag auf zwei Moscheen in Christchurch hat Dubai ein Bild der neuseeländischen Premierministerin Jacinda Ardern auf das höchste Gebäude der Welt, den Burj Khalifa, projiziert. Dubais Herrscher Mohammed bin Rashid Al Maktoum dankte Ardern für ihre Solidarität mit den Muslimen in Neuseeland. Das Bild zeigte die 38-Jährige, die mit einem schwarzen Kopftuch eine Muslimin umarmt, unter dem Wort "Frieden" auf Arabisch und Englisch.

Scheich Al Maktoum bedankte sich auf Twitter bei Ardern für ihr "aufrichtiges Mitgefühl" und ihre Unterstützung nach dem Anschlag, mit dem sie sich den "Respekt von 1,5 Milliarden Muslimen" weltweit verschafft habe. Der Burj Khalifa ist mit 828 Metern der höchste Wolkenkratzer der Welt.

Am 15. März hatte ein australischer Rechtsextremist während des Freitagsgebets in zwei Moscheen in Christchurch auf Gläubige geschossen und 50 Menschen getötet. Ardern wurde weltweit für ihre Reaktion auf die Anschläge gelobt. Bei Treffen mit Hinterbliebenen der Anschlagsopfer trug sie demonstrativ ein Kopftuch, außerdem sorgte sie für eine schnelle Verschärfung der neuseeländischen Waffengesetze.

bam/AFP



insgesamt 33 Beiträge
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geotie1 23.03.2019
1.
Wenn ich dann an die Politik von Trump nach den Schulmassaker denke... Diese Frau ist wirklich eine Politikerin die was von ihrem Handwerk versteht. Da habe ich Hochachtung vor! Auch die Danksagung, also das über-den-Schatten-springen muss anerkannt werden!
Orthoklas 23.03.2019
2. Mach Deinen Job - und gut ist.
Unerträglich diese Form der Heilgsprechung! Ardern hat ihre Sache gut gemacht, ja - aber das ist auch ihr verdammter Job! Vergleiche mit Trump durch den ersten Foristen sind da ebenso obsolet wie lächerlich! Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass die Tatsache, dass es sich bei Ardern um eine junge Frau mit Baby und heiler Familie handelt, ursächlich für diesen Hype ist. Hätten andere das Gleiche getan, hätte es nicht diese Lobhudelei gegeben. Merkel, Abe und Co. auf dem Burj al Arab? Unvorstellbar.
Rmoenikes 23.03.2019
3. Heuchelei
Wie hätten denn Dubais Scheich reagiert, wenn die Opfer nicht Moslems, sondern Hindus, Juden, Christen oder Buddhisten gewesen wären ? Wäre dann die tolle Reaktion der neuseeländischen Ministerpräsidentin in Dubai überhaupt bemerkt worden ? Abgesehen davon: Lob von einem Scheich, in dessem Land Gastarbeiter z.B. aus Indien, Pakistan oder den Philippinen wie Menschen 2. Klasse behandelt werden, oder, noch schlimmer, in diesen grausamen Bürgerkrieg im Jemen involviert ist, dürfte für jeden doch allzu bitter schmecken !
flanoufa 23.03.2019
4. An den 2. Foristen :
Die Frau hat nicht nur ihren Job gemacht, sie hat ihn vor allem GUT und VORBILDLICH gemacht. Wenn Politiker ausnahmsweise mal was gut, richtig und einfühlsam machen, wird es ihnen gleich als Schwäche oder Opportunismus ausgelegt. Reaktionen wie Ihre zeigen nur, welcher Kleingeist und Schwachsinn mittlerweile herrscht. Hoffe, Ihr Samstagabend wird besser....
Knosa 23.03.2019
5. Anteilnahme
Ein sehr berührendes Bild - unabhängig davon, dass es sich dabei um Neuseelands Premierministerin handelt. Gut, wie schnell, und scheinbar ohne große Diskussion, die neuseeländischen Waffengesetze verschärft wurden.
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