Unfall in Neuwied Zwei Männer von Güterzug erfasst und getötet

Ein durchfahrender Güterzug hat am Bahnhof im rheinland-pfälzischen Neuwied zwei Männer getötet. Ein 75-jähriger soll auf die Gleise gestürzt sein, ein 65-Jähriger eilte ihm zu Hilfe. Die Notbremsung des Zuges kam zu spät.

Zeugen des Unfalles wurden seelsorgerisch betreut
Thomas Frey/dpa

Zeugen des Unfalles wurden seelsorgerisch betreut


Bei einem Unfall am Bahnhof in Neuwied (Rheinland-Pfalz) sind zwei Männer ums Leben gekommen. Sie wurden von einem Güterzug erfasst. Beide sollen dem Bundespolizeisprecher Stefan Döhn zufolge einem Kegelclub angehört haben.

Ein 75-Jähriger sei wohl am Freitagnachmittag auf die Gleise gestürzt, ein 65 Jahre alter Mann habe ihn retten wollen. Dann seien beide trotz einer Notbremsung von dem Zug erfasst worden. Mutmaßlich habe Alkohol eine Rolle gespielt. "Es ist ein mehr als tragischer Unglücksfall", sagte Döhn.

"Etwa fünf bis zehn Reisende waren am Bahnsteig. Sie werden seelsorgerisch betreut", sagte der Sprecher weiter. Der betroffene Lokführer erlitt einen Schock. Die rechtsrheinische Bahnstrecke blieb bis zum Abend gesperrt, da die Toten zunächst nicht geborgen werden konnten. Es gab erhebliche Störungen im Zugverkehr.

yer/dpa/afp



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