kurz & krass Leichenwagenfahrer will Fahrgemeinschaft mit einem Toten bilden 


Der Fahrer eines Leichenwagens in den USA hat die Spur für Fahrgemeinschaften genutzt. Seine Begründung: Mit dem Toten befinde sich eine zweite Person im Auto. Die Polizei sah sich zu einer Klarstellung gezwungen.

Der Polizist Travis Smaka war im Bundesstaat Nevada auf einen grauen Transporter aufmerksam geworden, in dem er außer dem Fahrer keinen weiteren Insassen entdeckte. Das sagte er dem Sender CNN. Um die "High-Occupancy Vehicle"-Spur (HOV) befahren zu dürfen, müssen in Fahrzeugen jedoch mindestens zwei Menschen sitzen.

Travis hielt den Transporter demnach daraufhin an und stellte den Fahrer zur Rede. Dieser erklärte dem Polizisten, dass sich im Kofferraum ein Toter befinde - und er deshalb auf der Spur unterwegs sein dürfe. In dem Wagen habe sich tatsächlich eine Bahre mit einer Leiche befunden.

Der Fahrer habe seinen Fehler zunächst nicht einsehen wollen. "Also, der im Laderaum zählt nicht?", habe er gefragt. Smaka erklärte dem konsternierten Mann daraufhin, dass ein Fahrgast lebendig sein müsse, um als Insasse zu zählen. Der Polizist verwarnte den Fahrer und ließ ihn weiterfahren.

Auch auf Twitter äußerte sich die Nevada Highway Patrol zu dem Vorfall - mit einer Erklärung für mögliche Nachahmer: "Ich denke, wir sollten das klarstellen: lebende, atmende Menschen zählen für die HOV-Spur."

bbr/AFP

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