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Jaguar entkommen: Valerio bricht aus

Foto: Brett Duke/ The Times-Picayune/ AP

Raubtier aus Zoo entkommen Jaguar soll sich durch Dach gebissen haben

In New Orleans ist einem Jaguar die Flucht aus seinem Gehege gelungen. Offenbar musste er dafür nur ein Stahlseil durchbeißen.
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Niemand weiß genau, wie lang Valerios Wochenendausflug dauerte. Doch in seiner Zeit auf freiem Fuß war der Jaguar aus dem Audubon Zoo in New Orleans nicht untätig: Insgesamt neun Tiere fielen ihm zum Opfer - fünf Alpakas, drei Füchse und ein Emu.

Entdeckt wurde die Flucht des Raubtiers um 7.20 Uhr am Samstagmorgen. Zu diesem Zeitpunkt war der Zoo noch geschlossen. Ein Angestellter hatte gestresste Laute einiger Tiere vernommen und dann den Jaguar im Fuchsgehege gesichtet. Der Tierpfleger versteckte sich und alarmierte umgehend das Zoopersonal. Die Raubkatze wurde mit Betäubungspfeilen beschossen und eingeschlossen. Um 8.15 Uhr war der Spuk vorbei - zurück blieben die Kadaver der Beutetiere.

Sowohl die Besucher als auch das Zoopersonal betrauerten den Verlust der Tiere. Auf dem Gelände wurde ein Ort eingerichtet, an dem Blumen niedergelegt werden können.

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Der dreijährige Valerio wurden vom Tierarzt untersucht und für gesund erklärt. Dem Jaguar werde nichts geschehen, er sei lediglich seinem natürlichen Jagdinstinkt gefolgt, als er die Tiere gerissen habe, hieß es.

Aber wie konnte es der Raubkatze überhaupt gelingen, aus dem Gehege zu entkommen? Ersten Erkenntnissen zufolge soll Valerio einige Stahlseile durchbissen haben, aus denen das Dach seines Geheges gefertigt ist. Dadurch sei eine Lücke entstanden, durch die er entkommen konnte, sagte der Zoodirektor am Dienstag auf einer Pressekonferenz in New Orleans. Kyle Burks schätzte die Größe des Lochs auf 20 mal 25 Zentimeter.

Zwar entsprächen die verwendeten Stahlseile den Anforderungen für Zoos und Aquarien, man werde sie aber nach dem Vorfall durch stärkere Materialien ersetzen, so Burks. Das Jaguar-Gehege bleibe bis auf Weiteres geschlossen.

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Jaguar entkommen: Valerio bricht aus

Foto: Brett Duke/ The Times-Picayune/ AP

Menschen kamen durch den Jaguar nicht zu Schaden. Wenn der Ausbruch während der Besuchszeit stattgefunden hätte, wären die Besucher sofort in sichere Gebäude gebracht worden, sagte Burks. Ein Einfasszaun rund um das Zoogelände habe vermutlich verhindert, dass der Jaguar das Gelände verlassen konnte. Es sei aber auch nicht vollständig auszuschließen, dass ein Tier den Zaun gegebenenfalls überwinden könne.

Abgesandte des US-Landwirtschaftsministeriums inspizieren jetzt den Audubon Zoo in New Orleans. Auch der Verband der Zoos und Aquarien sei informiert worden, sagte der Direktor.

ala/AP