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Baufortschritt am One WTC New York ist wieder spitze

Für New York ist es ein symbolischer, feierlicher Moment: In Südmanhattan ist die mehr als hundert Meter lange Spitze auf dem neuen World Trade Center montiert worden. Wo der Terror des 11. September 2001 eine gewaltige Lücke in die Skyline riss, steht nun wieder das höchste Gebäude der Stadt.

New York - Nun ragt es wieder als höchstes Gebäude der westlichen Erdhalbkugel in den Himmel - zumindest, wenn man den "spire" mitrechnet, den gut hundert Meter langen Turm. Knapp zwölf Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hat das neue World Trade Center in New York seine endgültige Bauhöhe erreicht. Arbeiter montierten am Freitag die letzten beiden Elemente der Spitze auf das One World Trade Center in Manhattan. Damit ist der Wolkenkratzer 541 Meter hoch.

"Das ist ein symbolischer Augenblick, denn dieses Gebäude steht für die Widerstandsfähigkeit dieses Landes", sagte der Vizevorsitzende der New Yorker Hafenbehörde, Scott Rechler, dem Sender NBC. Vor sieben Jahren wurde der offizielle Spatenstich getan, Tausende Frauen und Männer hätten mit ihrer Arbeit den Menschen Tribut gezollt, die hier am 11. September 2001 ums Leben gekommen sind, sagte Rechler. Fast 3000 Menschen waren bei den Qaida-Anschlägen getötet worden.

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Ground Zero: Dem World Trade Center die Spitze aufgesetzt

Foto: TIMOTHY A. CLARY/ AFP

Nach US-Maßen ist der neue Turm am Ground Zero 1776 Fuß hoch. Auch das hat seinen symbolischen Hintergrund, denn 1776 erklärten die USA ihre Unabhängigkeit gegenüber Großbritannien.

Übertrumpft wird er weltweit nur von zwei anderen Gebäuden, dem Burj Khalifa mit 829 Metern in den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Royal Clock Tower mit 601 Metern in Saudi-Arabien. Anders sieht es aus, wenn man den Turm des 1 WTC nicht mitrechnet - dann wäre der Willis Tower (früher Sears Tower) in Chicago weiterhin das höchste Gebäude der USA. 

Die obersten Stockwerke des One World Trade Center sind derzeit noch unverkleidet. Die Eröffnung des gewaltigen Bauwerks, in dem überwiegend Finanzinstitute Büros beziehen, ist für kommendes Jahr geplant.

sun/dpa/AFP
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