Verwüstung in den Niederlanden Ein Toter und mehrere Verletzte durch Tornado

Entwurzelte Bäume, umherfliegende Trampoline und Dachziegel: In der Provinz Zeeland hat ein Wirbelsturm eine Spur der Verwüstung hinterlassen.
Der Tornado soll zehn bis 20 Häuser unbewohnbar gemacht haben

Der Tornado soll zehn bis 20 Häuser unbewohnbar gemacht haben

Foto: Jeffrey Groeneweg / AFP

Ein Tornado hat im Südwesten der Niederlande einen Menschen das Leben gekostet. Mindestens sieben Menschen seien verletzt worden, teilten die Einsatzkräfte der Stadt Zierikzee mit. Über ihren Zustand wurde vorerst nichts mitgeteilt.

Meteorologen sprachen von einem schwachen Tornado. Er hinterließ nach Angaben der Behörden eine Spur der Verwüstung in dem auch bei deutschen Touristen beliebten Urlaubsort an der Nordsee.

»Beträchtlicher« Schaden

Gegen 13 Uhr raste der Sturm über die Stadt in der Provinz Zeeland. Auf Videos und Fotos in den sozialen Netzwerken ist die Verwüstung zu sehen. Dachziegel wurden von Wohnhäusern und einer Kirche gerissen, Bäume entwurzelt, Trampoline wirbelten in der Luft. 10 bis 20 Wohnhäuser sollen unbewohnbar sein, geben die Behörden an. Hilfsdienste wurden eingesetzt. »Der Schaden ist in manchen Straßen von Zierikzee beträchtlich«, teilten die Rettungsdienste der Stadt mit.

Die Rettungskräfte riefen dazu auf, sich von dem betroffenen Gebiet fernzuhalten, um die Einsätze von Polizei und Feuerwehr nicht zu behindern. Außerdem drohe Gefahr durch herabstürzende Dachziegel und Äste.

Die Niederlande erleben im Schnitt mehrere Tornados pro Jahr. Der jüngste vorherige Wirbelsturm mit tödlichen Folgen liegt laut dem öffentlich-rechtlichen Sender NOS aber bereits Jahrzehnte zurück. Er ereignete sich demnach im Jahr 1992.

svs/dpa/AFP
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