Streng geschützte Tiere Drei tote Grindwale in Niedersachsen angetrieben

Im Nationalpark Wattenmeer sind Kadaver von drei Grindwalen entdeckt worden. Veterinäre untersuchten die Tiere, um eine Seuchengefahr auszuschließen.

Gestrandet: Toter Wal im Watt vor Juist
Jan Wagner/ NLPV/ dpa

Gestrandet: Toter Wal im Watt vor Juist


Drei verendete Grindwale sind vor der niedersächsischen Küste angetrieben worden. Wie die Verwaltung des Nationalparks Wattenmeer mitteilte, wurde ein Kadaver bereits am Dienstag bei der Insel Juist entdeckt. Ein weiterer lag am Rande der Leybucht (Kreis Aurich). Westlich von Borkum in der Außenems wurde ein dritter toter Wal gesichtet und von einem Behördenschiff geborgen.

Veterinäre des Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) haben alle drei Kadaver untersucht, um eine Seuchengefahr auszuschließen. Außerdem wurden Gewebeproben entnommen. Zur Todesursache der Tiere machte der Nationalpark bislang keine Angaben.

Die streng geschützten Grindwale gehören zur Familie der Delfine und kommen auf der Nordhalbkugel vor allem im Atlantik vor. Nur selten verirren sie sich in die flache Nordsee, denn ihre bevorzugte Nahrung sind Tintenfische, die sie in Tiefen von mehreren Hundert Metern erbeuten. Die bis zu acht Meter langen Grindwale leben wie die meisten Delfine in Gruppen, daher ist es nicht ungewöhnlich, dass mehrere Tiere gleichzeitig stranden.

bbr/dpa

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