Maschinenpistole verschwunden Niedersachsen leitet Disziplinarverfahren gegen Polizisten ein

In Niedersachsen müssen sich acht Polizisten verantworten, weil in ihrer Dienststelle eine Maschinenpistole abhandengekommen ist. Das Verschwinden war intern mit Verzögerung gemeldet worden.

Polizist mit Maschinenpistole MP5 bei einer Vorführung in Hessen (Archivbild)
DPA

Polizist mit Maschinenpistole MP5 bei einer Vorführung in Hessen (Archivbild)


Nach dem Verschwinden einer Maschinenpistole aus Beständen der niedersächsischen Polizei sind laut einem Medienbericht Disziplinarverfahren gegen acht Beamte eingeleitet worden. Das berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf das Innenministerium in Hannover. Der Ausgang der internen dienstrechtlichen Ermittlungen sei allerdings noch offen, hieß es.

Die Beamten gehören dem Bericht zufolge zur Polizeiinspektion in Celle. Aus deren Waffenbeständen werden seit dem Frühjahr eine Maschinenpistole vom Typ MP5 des Herstellers "Heckler & Koch" sowie zwei zugehörige Magazine vermisst. Trotz umfangreicher Suche im gesamten Bereich der Polizeidirektion Lüneburg war es nicht gelungen, die Waffe wiederzufinden. Öffentlich geworden war der Vorgang allerdings erst vor wenigen Tagen.

Für Kritik der Opposition im niedersächsischen Landtag sorgte, dass der Verlust intern offenbar erst mit Verzögerung an höhere Dienststellen gemeldet worden war. Unter anderem die Grünen forderten Landesinnenminister Boris Pistorius (SPD) auf, die Einhaltung von Vorschriften innerhalb der Polizei zu garantieren.

ala/AFP



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