Nigeria Mindestens 20 Tote bei religiöser Gewalt

In der nigerianischen Stadt Jos sind mehr als 20 Menschen bei Ausschreitungen getötet worden. Muslime griffen christliche Einrichtungen an, was die Gewaltakte auslöste ist ungeklärt. Die Regierung verhängte eine Ausgangssperre.


Nairobi/Abuja - Bei Angriffen von Muslimen auf christliche Einrichtungen sind am Sonntag in der zentralnigerianischen Stadt Jos mehr als 20 Menschen getötet worden. Die Zeitung "The Punch" berichtete in ihrer Onlineausgabe, die örtliche Regierung habe eine nächtliche Ausgangssperre verhängt, um eine Ausweitung der Gewalt einzudämmen. Zum Auslöser der Gewalt gab es zunächst keine Informationen. Es hatte allerdings schon seit einigen Wochen entsprechende Warnungen gegeben.

Jos ist die Hauptstadt des Bundesstaates Plateau, in dem Christen und Muslime jeweils die Hälfte der Bevölkerung stellen. Obwohl beide Bevölkerungsgruppen in der Regel friedlich zusammen leben, kam es in der Vergangenheit in Jos wiederholt zu blutigen Konflikten, in denen es meist um politischen und wirtschaftlichen Einfluss ging. Dabei kamen hunderte Menschen ums Leben.

luk/dpa



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