Nigeria Pipeline explodiert und tötet 105 Menschen

Beim Anzapfen einer Benzinpipeline sind in Nigeria mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Offenbar hatte ein Funke eine gigantische Explosion ausgelöst.


DER SPIEGEL

Lagos - Nach Angaben des Roten Kreuzes explodierte das Benzin, als sich Dorfbewohner an der Benzinpipeline bedienen wollten. Das Unglück ereignete sich 50 Kilometer nördlich der Stadt Umuahia.

Die Zeitung "ThisDay" berichtete am Samstag unter Berufung auf Augenzeugen, möglicherweise habe der Funke eines Motorrads die Explosion ausgelöst. Der Präsident des Nigerianischen Roten Kreuzes, Emmanuel Ijewere, sagte, 105 Menschen seien ums Leben gekommen. Mit weiteren Todesopfern sei zu rechnen, da viele Verletzte schwere Verbrennungen erlitten hätten. Das Unglück passierte bereits am Donnerstag.

Augenzeugen zufolge zapften Anwohner bereits seit sechs Wochen Benzin aus der Leitung. Obwohl die Behörden davon gewusst hätten, sei weiter Benzin durch die Pipeline gepumpt worden.

Ein Sprecher der staatlichen Ölgesellschaft sagte, Experten prüften vor Ort, wie das Feuer gelöscht werden könne. Die Pipeline transportiert Benzin von der staatlichen Raffinerie in Port Harcourt in die 230 Kilometer nördlich gelegene Stadt Enugu.



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