Polizei in NRW Wieder Razzien nach rechtsextremen Chats – neun neue Verdächtige

Wegen rechtsextremer Chats bei der Polizei kommt es in Nordrhein-Westfalen erneut zu Durchsuchungen. Weitere Beamte sollen verfassungsfeindliche und volksverhetzende Inhalte gepostet haben.

Am Morgen hat es im Zusammenhang mit rechtsextremen Chats bei der nordrhein-westfälischen Polizei erneut Durchsuchungen gegeben. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Duisburg.

Demnach richteten sich diese gegen neun weitere Beamte, denen Volksverhetzung und andere Delikte zur Last gelegt werden. Durchsucht wurden 17 Objekte – unter anderem in den Städten Essen, Mülheim an der Ruhr und Velbert.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft waren die neun weiteren Beamten durch die Auswertung der während einer ersten Durchsuchungsaktion im September beschlagnahmten Gegenstände aufgefallen. Damals wurden 34 Dienststellen und Privatwohnungen durchsucht sowie Datenträger gesichert.

Hintergrund ist der Vorwurf, dass Polizisten in Chats im Messengerdienst WhatsApp verfassungsfeindliche und volksverhetzende Inhalte gepostet haben sollen. Der Fall löste große Empörung aus.

Den weiteren neun Polizeibeamten wird die Verbreitung von Bildern, Videos und Tondateien mit strafrechtlich relevanten Inhalten zur Last gelegt. Zuvor hatte die »Bild« -Zeitung darüber berichtet.

Laut Staatsanwaltschaft sollen diese Kennzeichen von verfassungswidrigen Organisationen enthalten und teils außerdem volksverhetzende Inhalte aufweisen. Auch bei den neuen Razzien wurden demnach Speichermedien beschlagnahmt, die ausgewertet werden.

sen/dpa/AFP
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