Norwegen Abgeordnete telefonierte auf Staatskosten mit Wahrsagerinnen

Ist das nun zukunftsorientierte Politik? In Norwegen hat eine Abgeordnete der regierenden Sozialdemokraten einräumen müssen, Tausende Euro Steuergelder bei Gesprächen mit Hellseherinnen vertelefoniert zu haben. Das hat nun politische Konsequenzen.

Oslo - Einer norwegischen Abgeordneten sind Telefonate mit Wahrsagerinnen zum Verhängnis geworden, die sie auf Kosten der Steuerzahler führte.

Laut der norwegischen Zeitung "Verdens Gang" vertelefonierte die Abgeordnete Sarah Khaen von den regierenden Sozialdemokraten in den vergangenen Jahren umgerechnet mehrere tausend Euro, um sich von Hellseherinnen beraten zu lassen.

Innerhalb von drei Monaten fielen bei ihr demnach Telefonkosten in Höhe von 48.000 Kronen (etwa 6000 Euro) an. Selbst Hellseherinnen, so heißt es, hätten Khaen schließlich aufgefordert, ihre Anrufe einzustellen.

Khaen hatte die Anrufe lange Zeit bestritten, jetzt räumte sie sie ein und bat um Verzeihung. Sie kündigte bereits an, dass sie zur Parlamentswahl im September 2009 nicht mehr antreten werde.

pad/AFP