Südnorwegen Blitze töten mehr als 300 Rentiere

Sie standen wohl zu dicht beieinander: In Südnorwegen sind mehr als 300 wilde Rentiere bei einem Unwetter ums Leben gekommen. Einige der Tiere werden nun auf eine Nervenkrankheit getestet.

Getötete Rentiere in Norwegen
DPA/EPA/HAVARD KJOTVEDT/SNO/MILJODIREKTORATET

Getötete Rentiere in Norwegen


Blitze haben auf einer Hochebene im Süden Norwegens mehr als 300 wilde Rentiere getötet. Nach einem Unwetter hätten Wildhüter auf der Hardangervidda-Ebene bis Sonntag rund 320 tote Tiere gezählt, die meisten von ihnen innerhalb eines Radius' von 50 bis 80 Metern. Diese Zahl sei ungewöhnlich hoch, sagte ein Sprecher der Naturaufsicht dem Sender NRK. Wahrscheinlich hätten sich die Tiere während des Gewitters aneinander gedrängt.

Einige der toten Rentiere werden nun auch weitergehend untersucht. Ihnen wurden die Gehirne entnommen, um sie auf die chronische Auszehrungskrankheit CWD (Chronic Wasting Disease) zu testen. Sie attackiert das zentrale Nervensystem und war bei einigen Rentieren in Norwegen festgestellt worden.

Ein großer Teil der Hardangervidda-Hochebene gehört zu einem Nationalpark und ist ein beliebtes Wandergebiet. In der Gegend leben etwa 10.000 wilde Rentiere.

che/dpa



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