DER SPIEGEL

Unterwasseraufnahmen von der "Karlsruhe" Tauchgang zu Hitlers Kreuzer

Das Hakenkreuz ist noch zu erkennen: In der Nordsee hat ein Roboter in knapp 500 Meter Tiefe das Wrack der "Karlsruhe" gefilmt. Der Kreuzer hatte den Angriff von Hitlers Truppen auf Norwegen angeführt.

Aufbauten und Geschütze sind noch erkennbar: Ein Roboter hat vor Norwegen ein deutsches Kriegsschiff aus der Nazizeit gefilmt. Es war bereits vor drei Jahren bei der Inspektion eines Unterwasser-Stromkabels entdeckt worden. Meeresarchäologen bestätigten später, dass es sich um die "Karlsruhe" handelt. 

Der leichte Kreuzer liegt 24 Kilometer vor der norwegischen Küste in rund 490 Meter Tiefe.  

Nun wurde das  Wrack vom Spezialschiff "Olympic Taurus" aus mit einem Unterwasserroboter und einem Mehrstrahl-Echolot erkundet. 

Die "Karlsruhe" hatte am 9. April 1940 in der Anfangsphase des Zweiten Weltkrieges den Angriff der Truppen von Nazi-Deutschland auf Norwegen angeführt. 

Auf der Rückreise von Kristiansand landete ein britisches U-Boot einen Torpedotreffer.  Das Schiff wurde schwer beschädigt, die Besatzung rettete sich auf Begleitboote. Schließlich versenkten die Deutschen die "Karlsruhe" selbst. Seitdem liegt sie vor Norwegen auf dem Meeresgrund. 

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.