Norwegen Sechs Seeleute nach Sturm vermisst

Schwere Schiffsunglücke in Skandinavien: Bei stürmischem Wetter ist vor der Westküste Schwedens vermutlich ein Frachter gesunken, sechs Seeleute werden vermisst. Ein weiterer Frachter lief vor Norwegen auf Grund. Jetzt droht eine Ölpest.


Göteborg/Oslo - Im schwedischen Kattegat werden alle sechs Besatzungsmitglieder eines norwegischen Frachters vermisst, der bei einem Sturm vermutlich gesunken ist. Ein weiteres Frachtschiff lief vor der Südküste Norwegens im Sturm auf Grund. Jetzt droht eine Ölpest.

Die Besatzung der "Langeland" hatte in den frühen Morgenstunden bei stürmischem Wetter einen Notruf über Satellit abgesetzt: Das Schiff habe Schlagseite. Die Mannschaft wollte Schutz im Kosterfjord suchen.

Wie die Rettungszentrale Göteborg mitteilte, fanden Suchmannschaften nur leere Rettungsinseln und Schwimmwesten auf der Wasseroberfläche. Das 70 Meter lange Schiff war mit Steinen beladen und hatte Kurs auf den norwegischen Hafen Moss genommen. Zuletzt wurde es vor der Küste nahe der schwedischen Stadt Stroemstad gesehen.

Im Skagerrak vor der Südküste Norwegens droht eine Ölpest, nachdem der Frachter "Full City" bei stürmischem Wetter verunglückt war. Das Schiff, das in Panama registriert ist, war mit 23 chinesischen Besatzungsmitgliedern an Bord nach einem Maschinenstopp auf Grund gelaufen. Wie die Regionalbehörden des Bezirks Telemark mitteilten, hat das ausgelaufene Dieselöl bereits Küstenstreifen nahe der Stadt Langesund erreicht. Das 167 Meter lange Schiff war mit 1100 Tonnen Öl beladen.

Bis auf eine sechsköpfige Notbesatzung wurden alle Seeleute von Bord gebracht. Die Behörden lösten Großalarm zur Eindämmung des ausgelaufenen Öls aus.

sta/dpa/AFP



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