Tödliche Schüsse vor Pride-Parade Ermittler in Oslo nehmen zwei Tatverdächtige fest

Die norwegische Polizei hat bei ihren Ermittlungen zu einem tödlichen Anschlag nahe einer Schwulenbar in Oslo zwei Männer festgenommen. Sie sind der Beihilfe zu Terrorakten verdächtig.
Juni 2022: Blumen und Regenbogenflaggen am Tatort vor dem London Pub in Oslo

Juni 2022: Blumen und Regenbogenflaggen am Tatort vor dem London Pub in Oslo

Foto: Terje Pedersen / EPA

Die Polizei in Oslo hat im Zusammenhang mit tödlichen Schüssen nahe einem Lokal in der norwegischen Hauptstadt zwei Männer festgenommen. Ihnen werde Beihilfe zu Terrortaten vorgeworfen, teilten die Ermittler am Montag mit.

Konkret handelt es sich demnach um einen Mann im Alter von 40 bis 50 Jahren mit somalischer Staatsbürgerschaft sowie einen Mann zwischen 30 und 40 mit norwegischem Pass. Beide sind wohnhaft in Oslo und der Polizei vorher bekannt gewesen.

Damit sind seit dem Angriff vor knapp drei Monaten insgesamt drei Personen festgenommen worden. Der mutmaßliche Schütze wurde bereits wenige Minuten nach den Schüssen gefasst. Er ist Norweger mit iranischen Wurzeln. Nach einem vierten Mann, einem in Norwegen bekannten Islamisten, wird international gefahndet. Auch ihm wird Beihilfe zu Terrorhandlungen vorgeworfen. Die Polizei geht davon aus, dass er sich in Pakistan aufhält.

In der Nacht zum 25. Juni hatte ein Angreifer in der Nähe einer beliebten Schwulenbar in der norwegischen Hauptstadt Schüsse abgefeuert. Eine ursprünglich am selben Wochenende geplante Pride-Parade wurde daraufhin kurzfristig abgesagt. Zwei Menschen starben bei der Tat, 21 weitere wurden verletzt. Die Attacke wurde vom Geheimdienst als islamistischer Terroranschlag eingestuft. Die Polizei geht unter anderem der Theorie nach, dass sich die Tat explizit gegen Homosexuelle gerichtet haben könnte.

ala/dpa
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