Norwegens zukünftige Prinzessin Drogenbeichte vor der Hochzeit

Über Drogen und wilde Partys der Prinzenverlobten Mette-Marit tuschelte man nicht nur am norwegischen Königshof. Jetzt, ein paar Tage vor der Hochzeit, schritt die zukünftige Prinzessin zur öffentlichen Beichte.


Jetzt ist hoffentlich alles raus über die Vergangenheit: Kronprinz Haakon und Verlobte Mette-Marit
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Jetzt ist hoffentlich alles raus über die Vergangenheit: Kronprinz Haakon und Verlobte Mette-Marit

Oslo - Der Hochzeit mit dem norwegischen Kronprinzen scheint nun nichts mehr im Wege zu stehen. Ein paar Tage vor dem Fest, das am kommenden Samstag stattfinden soll, hat sie sich von früheren Sünden distanziert. Seit Monaten tuschelt ganz Norwegen über die wüste Vergangenheit der zukünftigen Gattin von Kronprinz Haakon.

Damit sollte nun Schluss sein, und folglich bestellte Mette-Marit Tjessem Høiby für Mittwoch die ganze Schar von Reportern ein, die vorher versucht hatte, ihr Vorleben zu durchleuchten, alte Bettbekannte zu finden oder gar Nacktfotos von der als "Party-Queen" verschrieenen Bürgerlichen zu erhaschen.

"Ich habe teuer bezahlt"

Unter Tränen kam das Geständnis: "Es war für mich in dieser Zeit wichtig, die Grenzen des Akzeptierten zu überschreiten", sagte Mette-Marit und spielte damit auf ihre Erfahrungen mit Drogen und wilden Partys in der Vergangenheit an. "Ich habe sehr ausschweifend gelebt und dafür teuer bezahlt", fügte sie hinzu. Seit langem kursieren die wildesten Geschichten über ihr Privatleben.

Vor allem der Vater ihres vierjährigen Kindes, der wegen Drogenhandel vorbestraft ist, diente den Journalisten immer wieder als Zeichen, dass auch mit der 28-Jährigen irgendwas nicht stimme. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass Kronprinz Haakon wohl der erste Adelige von seinem Rang ist, der gleich beim Eheschluss einen Adoptivsohn bekommt.

Größe im Osloer Nachtleben

Und dann noch der Lebenslauf der Gattin: Ohne Ausbildung, schlug sich als Verkäuferin und Kellnerin durch, gehörte zur festen Größe im Osloer Nachtleben. Sie hatte zwar versucht, Journalistik zu studieren, doch die Hausbesetzer- und Partyszene reizte die junge Frau einfach mehr.

Alles in allem ein Skandal für die Klatschspalten: Warum denn der Prinzenanwärter keine Adelige nehme oder jemanden von den Elite-Universitäten, die er besuchte. Doch Haakon ging den anderen Weg: Auf einem Rockkonzert mit anschließendem Stelldichein im Campingzelt lernte er seine zukünftige Gemahlin kennen und ist stolz darauf.

Ohne Trauschein zogen sie zusammen, er nahm sich sofort des kleinen Sohns seiner Freundin an. Und auch wenn seine Eltern zuerst reserviert waren, kämpfte er für Mette-Marit. Denn letztlich, wie er sagt, zähle doch "nur das Gefühl". Mette-Marit und Haakon sind wohl das modernste Adelspaar der Welt.



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