Notlandung in den USA Kleinflugzeug tötet Jogger am Strand

Er ahnte bis zuletzt nicht, in welcher Gefahr er schwebte: Ein Jogger in South Carolina überhörte das Flugzeug, das in seinem Rücken zur Notlandung ansetzte; er hatte Kopfhörer in den Ohren. Die Kleinmaschine erfasste ihn und verletzte ihn tödlich.

AP

Washington - Der Vater von zwei Kindern hatte keine Chance: Der 38-Jährige trug Kopfhörer und hörte Musik von seinem iPod, als sich ihm die Propellermaschine auf Hilton Head Island, South Carolina, von hinten näherte. Außerdem sei der Motor des Flugzeugs abgeschaltet worden, berichtet die Nachrichtenagentur AP: Das machte den Anflug noch leiser.

Das viersitzige Flugzeug war am Montagabend (Ortszeit) auf dem Weg von Florida nach Virginia, als der Pilot wegen eines technischen Defekts runtergehen musste. Nach Behördenangaben vom Dienstag verlor die einmotorige Maschine in etwa 3900 Metern Höhe Öl. Der Pilot habe eine Notlandung auf dem örtlichen Flughafen versucht.

Das Vorhaben schlug den Angaben zufolge aber fehl, weil auslaufendes Öl auf die Frontscheibe spritzte und die Sicht des Piloten behinderte. Schließlich fiel auch noch der Propeller aus. Der Pilot entschloss sich deshalb, die Maschine am Strand aufzusetzen. An Bord war noch ein Passagier. Beide Insassen überstanden die Notlandung unverletzt.

otr/dpa/apn



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