Obdachlose in Düsseldorf Sozialamt erhebt Anspruch auf Erbe

Nach dem Tod einer Obdachlosen in Düsseldorf gab es einen überraschenden Fund bei der 83-Jährigen: eine Tasche mit 45.000 Euro Bargeld. Nun will die Stadt erben - weil sich das Sozialamt jahrelang um die Frau kümmerte.


Das Sozialamt in Düsseldorf erhebt nach dem Tod einer überraschend vermögenden Obdachlosen Anspruch auf das Erbe. Die Stadt habe monatlich rund 1500 Euro für die Frau gezahlt, unter anderem für die Grundsicherung, eine kleine Rente, die Miete und den Pflegedienst, sagte Amtsleiter Roland Buschhausen. Seine Behörde sei gesetzlich verpflichtet, sich die Kosten erstatten zu lassen.

Die vor mehr als einer Woche gestorbenen Frau hatte zuletzt in einem Obdachlosenheim gelebt. In einer Tasche waren 45.000 Euro, weiteres ausländisches Geld sowie Schmuck und Zahngold entdeckt worden. Den privaten Schatz hatte die 83-Jährige nie erwähnt. Das Sozialamt hatte sich seit drei Jahren um die Frau gekümmert.

Die Suche nach einem mutmaßlichen Erben aus den USA zieht sich derweil hin. Eine E-Mail an ihn sei als "unzustellbar" zurückgekommen, sagte der Nachlasspfleger.

wit/dpa



insgesamt 34 Beiträge
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Seite 1
cindy2009 31.07.2015
1. ja
Im Grunde korrekt.
Emmi 31.07.2015
2. Obdachlose? Miete? Hä!?
Für was war bitte die Miete, wenn die Dame *obdachlos* war!? Für den Platz unter der Brücke!?
Kejo111 31.07.2015
3. Ja, das ist korrekt.
Mit diesen Ersparnissen, die sie korrekterweise hätte angeben müssen, hätte sie schließlich gar keinen Anspruch auf die Sozialleistungen gehabt.
kaltwasser 31.07.2015
4. Frage!
Wenn sich das fürsorgliche Sozialamt seit drei Jahren um die alte Frau gekümmert hat, wieso lebte sie dann zuletzt in einem Obdachlosenheim? Man wollte wohl amtlicherseits verhindern, dass die Oma auf der offenen Straße stirbt, damit es auch noch jeder sieht. Das Altersheim war sicher zu teuer für die klammen Stadtfinanzen. Wo ist denn da die Moral der Stadtverwaltung Düsseldorf?
triple-x 31.07.2015
5.
Zitat von EmmiFür was war bitte die Miete, wenn die Dame *obdachlos* war!? Für den Platz unter der Brücke!?
Artikel gelesen? "Platz im Obdachlosenheim..." Vollkommen korrekt, die Handlungsweise. @kaltwasser: Fragen Sie doch erst einmal nach der Moral der Verstorbenen, die ihr kleines Vermögen verschweigt. Wieso soll dann auch noch ein Altersheimplatz zur Verfügung gestellt werden? Wie gesagt: vollkommen korrekt, Betrug am Sozialstaat darf nicht akzeptiert werden, egal ob es sich um T€ 45 oder T€ 450 oder € 4,5 Mio. handelt.
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