Oben-ohne-Bilder von Kate Chefredakteurin und Fotograf angeklagt

Mit Oben-ohne-Fotos von Herzogin Catherine hatte das Klatschmagazin "Closer" 2012 für Furore gesorgt. Jetzt müssen sich der Chefredakteur und ein Paparazzo vor Gericht verantworten: Gegen die beiden Franzosen wurde Anklage erhoben.

Getty Images

Paris - Oben-ohne-Fotos von Herzogin Catherine verschafften der französischen Klatschzeitschrift "Closer" im vergangenen September weltweite Aufmerksamkeit. Wie erst jetzt bekannt wurde, ist gegen zwei der verantwortlichen Journalisten inzwischen Anklage erhoben worden. Betroffen sind nach Angaben aus Ermittlerkreisen ein Paparazzo sowie die Chefredakteurin des Magazins, Laurence Pieau.

Die Anklage gegen den 1985 geborenen Fotografen wurde den Angaben zufolge bereits im Juni erhoben. Gegen einen weiteren Paparazzo werde in derselben Angelegenheit ermittelt. Chefredakteurin Pieau wurde danach Anfang Juli wegen des Abdrucks der Fotos angeklagt.

"Closer" hatte die Fotos der Herzogin mit nackten Brüsten im Herbst 2012 veröffentlicht. Catherine und ihr Mann William erstatteten kurz darauf bei der Staatsanwaltschaft von Nanterre bei Paris Strafanzeige wegen "Verletzung der Privatsphäre". Das Magazin hatte sich geweigert, die Identität des Fotografen preiszugeben. Zuvor hatte das Paar bereits ein zivilrechtliches Verfahren gegen die weitere Veröffentlichung und Verbreitung der Fotos auch im Internet angestrengt - und recht bekommen.

Die Veröffentlichung der Oben-ohne-Fotos, die offenbar mit einem Teleobjektiv gemacht wurden, hatte in Großbritannien einen Skandal ausgelöst. Die Bilder zeigen Catherine nur mit einem Bikinihöschen bekleidet, wie sie auf der Terrasse eines Privatanwesens in der Provence in der Sonne liegt. Auch andere europäische Blätter druckten die Fotos nach.

Erst am Montag hatte Catherine ihren Sohn George zur Welt gebracht. Das Kind ist jetzt die Nummer drei der britischen Thronfolge.

rls/AFP



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Battlemonk 26.07.2013
1.
Manche Leute scheinen zu meinen bloß weil jemand berühmt oder reich ist kann man sich alles erlauben Obwohl dadurch sicher ein Teil der Privatsphäre verkauft wird gilt das eben nicht grenzenlos Natürlich ist sowas nicht akzeptabel und sollte hart bestraft werden
glen13 26.07.2013
2.
Zitat von sysopGetty ImagesMit Oben-Ohne-Fotos von Herzogin Catherine hatte das Klatschmagazin "Closer" 2012 für Furore gesorgt. Jetzt müssen sich der Chefredakteur und ein Paparazzo vor Gericht verantworten: Gegen die beiden Franzosen wurde Anklage erhoben. http://www.spiegel.de/panorama/oben-ohne-fotos-von-kate-middleton-anklage-gegen-paparazzo-a-913282.html
Es hätte dem Artikel sicher gut getan, wenn man erfahren könnte, vor welchem Gericht in welchem Land sich die beiden französischen Staatsbürger verantworten müssen. Auch den Anklagegrund hätte ich ganz gerne gewusst.
huberwin 26.07.2013
3. einfach mal lesen
Zitat von glen13Es hätte dem Artikel sicher gut getan, wenn man erfahren könnte, vor welchem Gericht in welchem Land sich die beiden französischen Staatsbürger verantworten müssen. Auch den Anklagegrund hätte ich ganz gerne gewusst.
-steht im Artikel: Verletzung der Privatspähre
testthewest 26.07.2013
4.
Zitat von glen13Es hätte dem Artikel sicher gut getan, wenn man erfahren könnte, vor welchem Gericht in welchem Land sich die beiden französischen Staatsbürger verantworten müssen. Auch den Anklagegrund hätte ich ganz gerne gewusst.
"Catherine und ihr Mann William erstatteten kurz darauf bei der Staatsanwaltschaft von Nanterre bei Paris Strafanzeige wegen "Verletzung der Privatsphäre"." Da haben sie Ort und Anklage. Stand im Text.
glen13 26.07.2013
5.
Zitat von huberwin-steht im Artikel: Verletzung der Privatspähre
Ich habe das in der 1. Version des Artikels nicht finden können. Dort war auch das Gericht und das Land nicht angegeben. Das Recht auf Privatsphäre führt bei Prominenten immer wieder zu Problemen. Allerdings kann man nicht grundlegend verhindern, dass überhaupt Bilder veröffentlicht werden, denn dies wird ja durch die Pressefreiheit geschützt. So sieht es in Deutschland aus. Wie es dann in Frankreich ausgelegt wird, weiß ich nicht. In England jedenfalls ist die Pressefreiheit in diesem Segment sehr geschützt.
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