Unglück in Österreich Fünf Tote nach Unwetter – darunter zwei Kinder

Umstürzende Bäume, lahmgelegter Verkehr, Stromausfälle: Heftige Unwetter haben in Österreich gewütet. An einem Badesee in Kärnten kamen zwei Mädchen ums Leben.
Rettungsfahrzeuge stehen neben umgekippten Bäumen an der Unfallstelle am St. Andräer See

Rettungsfahrzeuge stehen neben umgekippten Bäumen an der Unfallstelle am St. Andräer See

Foto: Georg Bachhiesl / dpa

Durch schwere Unwetter sind in Österreich fünf Menschen gestorben. An einem kleinen Badesee in St. Andrä im Bundesland Kärnten stürzten nach Angaben von Polizei und Rotem Kreuz mehrere Bäume um. Zwei Mädchen im Alter von vier und acht Jahren starben, elf Menschen wurden teils schwer verletzt. Weiter nördlich wurden im niederösterreichischen Gaming drei weitere Personen von einem Baum erschlagen.

Laut dem staatlichen meteorologischen Dienst ZAMG wurden am Donnerstag Sturmgeschwindigkeiten von bis zu 139 km/h gemessen. In der Steiermark, in Kärnten und Osttirol standen zeitweise die Züge still, nachdem die Stromversorgung für den Bahnverkehr wegen der Unwetter ausgefallen war, wie die Österreichischen Bundesbahnen bekannt gaben.

Durch den Sturm umgestürzte Bäume

Durch den Sturm umgestürzte Bäume

Foto: ERWIN SCHERIAU / AFP

Durch die Sturmböen stürzten auch Dutzende Bäume bei Griffen auf die Südautobahn (A2) in Kärnten. Außerdem kam es zu Stromausfällen in Tunneln. Die wichtige Verkehrsverbindung nach Italien wurde für Aufräum- und Reparaturarbeiten an mehreren Stellen gesperrt.

In der Steiermark waren Zehntausende Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten, da Hochspannungsleitungen und 2000 Trafostationen beschädigt waren. »Vielfach müssen sich unsere Kollegen den Weg zu den Reparaturarbeiten mit der Motorsäge freischneiden«, sagte ein Sprecher von Energie Steiermark dem Sender ORF. Die Behebung aller Schäden könne Tage, wenn nicht Wochen dauern.

Stürme und Gewitter mit Toten auch in Frankreich und Italien

Nach Wochen der Dürre und schwerer Waldbrände werden weite Teile Europas zunehmend von gefährlichen Stürmen und Gewittern heimgesucht. Auf der französischen Ferieninsel Korsika wurden nach Behördenangaben mindestens fünf Menschen in Gewittern getötet, weitere rund 20 Menschen wurden verletzt.

Eine 13-Jährige starb auf Korsika, als ein Baum auf ihren Bungalow auf dem Campingplatz Le Sagone im Westen der Insel stürzte. Eine 72-jährige Frau kam nach Behördenangaben ums Leben, als das fortgewehte Dach einer Hütte auf ihr Fahrzeug fiel. In Calvi starb ein 46-jähriger französischer Tourist, als ein Baum auf einen Bungalow stürzte. Vor Korsika kamen im Meer ein Fischer und eine Kajakfahrerin ums Leben.

Bei einem Unwetter in der italienischen Region Toskana kamen zwei Menschen ums Leben. Örtlichen Medien zufolge starben sie in den Städten Lucca und Carrara durch umstürzende Bäume. Rund hundert weitere Menschen mussten laut regionalen Behörden vor den Stürmen in Sicherheit gebracht werden.

kko/dpa/AFP
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