Hagel, Sturm, Erdbeben Heftige Unwetter richten in Österreich große Schäden an

Haushalte ohne Strom, gesperrte Tunnel und eine beschädigte Schule: So lautet die Bilanz eines heftigen Unwetters im österreichischen Bundesland Kärnten. Auch die Erde bebte kurz.

AFP

Ein heftiges Unwetter hat im österreichischen Bundesland Kärnten schwere Schäden angerichtet. Dabei stürzten in der Nacht auf Dienstag laut Polizei zahlreiche Bäume auf Strom- und Telefonleitungen. Nach Angaben des Energieanbieters Kelag waren kurzzeitig 3000 bis 4000 Haushalte ohne Strom.

Laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA war der Karawankentunnel an der österreichisch-slowenischen Grenze wegen des Stromausfalls stundenlang gesperrt. Auch ein Tunnel auf der Tauernautobahn war unbefahrbar. In Paternion bei Villach wurde das Dach einer Volksschule stark beschädigt. Zudem ereignete sich kurz vor Mitternacht ein leichtes Erdbeben der Stärke 2,9.

Die Landesalarm- und Warnzentrale registrierte insgesamt 120 Unwettereinsätze der Freiwilligen Feuerwehren. In Maria Saal nördlich von Klagenfurt wurde ein Feuerwehrmann beim Zersägen eines umgestürzten Baumes durch einen zurückschnellenden Ast verletzt.

Ein 63 Jahre alter Landwirt rettete in der Nacht 200 Schweine aus seinem brennenden Stall. Der Stall in der Gemeinde Griffen brannte nieder, die Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Feuers auf angrenzende Gebäude aber verhindern. Wieso der Brand ausgebrochen war, ist bislang unklar.

bam/dpa



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