Österreich Intercity rast in Menschengruppe - drei Tote

Sie wollten gerade die sterblichen Überreste eines Selbstmörders bergen, da erfasste sie selbst ein Intercity auf dem Weg von München nach Zürich: Zwei Polizisten und ein Bestatter kamen bei dem Zugunglück in Vorarlberg ums Leben.


Wien - Nach Angaben der Polizei hatte ein aus München kommender Intercity auf der Strecke zwischen Lochau am Bodensee und Bregenz in Vorarlberg kurz nach 10 Uhr die Gruppe erfasst. Die zwei Männer und eine Frau waren auf der Stelle tot.

Bergungsarbeiten an der Unglücksstelle
AP

Bergungsarbeiten an der Unglücksstelle

Nach Angaben der Nachrichtenagentur APA waren die Opfer zum Zeitpunkt des Unglücks damit beschäftigt, auf den Schienen einen möglichen Selbstmord oder Bahnunfall zu untersuchen, der sich zuvor an der Unglücksstelle ereignet hatte. Der Intercity war auf dem Weg nach Zürich.

In den vergangenen fünf Jahren sind bei schweren Bahnunfällen in Österreich 15 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Das schwerste Unglück ereignete sich im Februar 2002, als beim Zusammenstoß eines Güterzuges mit einem Autoreisezug sechs Menschen getötet wurden. Im Oktober des selben Jahres starben vier Menschen, als ein Güterzug bei Melk in Niederösterreich eine Draisine der ÖBB erfasste. Im Juli 2005 forderte ein Frontalzusammenstoß zweier Lokalbahnen bei Bramberg im Land Salzburg zwei Todesopfer.

dab/AP/dpa



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