Österreich Kinderpornos in Priesterseminar entdeckt

Österreichische Fahnder haben auf dem Computer eines katholischen Priesterseminars Fotos mit Kinderpornografie entdeckt. Der Leiter des Seminars bestreitet, etwas mit den Bildern zu tun zu haben. Die müsse ein Hacker auf den Rechner geladen haben.


Wien - Acht Mitglieder des Priesterseminars von St. Pölten in Niederösterreich stehen unter Tatverdacht, berichten Wiener Zeitungen. Ihnen drohen bis zu sechs Monate Gefängnis. Das belastende Material war den Angaben zufolge auf dem PC des Seminars gespeichert. Das Passwort zu dem Computer ("Priester") sei den meisten Seminaristen bekannt gewesen.

Der Leiter des Seminars, Ulrich Küchl, bestreitet indes vehement, irgendetwas mit den Kinderpornos zu tun zu haben. Die Fotos seien wohl "von einem Hacker" per Internet auf den PC geladen worden, sagte er bei einer Vernehmung. Küchl ist bereits gestern von seinem Posten zurückgetreten.

Nach Angaben des österreichischen Nachrichtenmagazins "Profil" ist es in der Vergangenheit in dem Seminar zu "homosexuellen Übergriffen gekommen". Dabei seien "Autoritätsverhältnisse missbraucht" worden.



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