Oktoberfest-Bilanz Weniger Bier - Rekord bei Alkoholfahrten

Mehr als sechs Millionen Menschen tummelten sich in diesem Jahr auf dem Oktoberfest. Getrunken wurde deutlich weniger, der Appetit war so hoch wie im Vorjahr: 124 Ochsen und 29 Kälber.

Kein neuer Rekord: 6,3 Millionen Menschen feierten in diesem Jahr auf dem Oktoberfest in München
Christof Stache/ AFP

Kein neuer Rekord: 6,3 Millionen Menschen feierten in diesem Jahr auf dem Oktoberfest in München


Leicht verregnet, friedlich und rekordfrei geht das Oktoberfest in diesem Jahr zu Ende. Nach Schätzung der Festleitung drängten in den zwei Festwochen rund 6,3 Millionen Gäste auf das Volksfest - so viele wie im Vorjahr. "Es war eine schöne Wiesn", sagte der Münchner Wirtschaftsreferent und Festleiter Clemens Baumgärtner (CSU) zum Abschluss des Volksfestes. "Wir haben eine friedliche Wiesn gehabt mit einem entspannten und gut gelaunten Volksfestpublikum."

Die Polizei meldete einen leichten Rückgang der Straftaten um ein Prozent auf 914. Allerdings mussten die Beamten deutlich öfter ausrücken (2018: 1786). Das zeige, dass die Besucher in möglichen Konfliktsituationen frühzeitig die Polizei alarmierten, sagte der Münchner Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins.

Gute Laune trotz Niederlage: Bayern-Trainer Niko Kovac und Sportdirektor Hasan Salihamidzic
AFP/Christof STACHE

Gute Laune trotz Niederlage: Bayern-Trainer Niko Kovac und Sportdirektor Hasan Salihamidzic

Rekord bei Alkoholfahrten

Die Gäste kamen mit gutem Appetit und verzehrten wie im Vorjahr 124 Ochsen sowie 29 Kälber (2018: 27). Sie waren aber zurückhaltender beim Bier: 7,3 Millionen Maß wurden in den Festzelten bestellt - und damit 200.000 weniger als im Vorjahr. In der Wiesn-Sanitätswache mussten die Helfer auch weniger Bierleichen behandeln: Die Aicher Ambulanz Union registrierte rund 600 Intoxikationen, fast 120 weniger als im Vorjahr.

Trotzdem gab es bei den Alkoholfahrten einen Rekord: 774 Mal wurden Verkehrsteilnehmer unter Alkoholeinfluss gestoppt - 414 von ihnen allein auf E-Tretrollern.

Bei 469 Verkehrsteilnehmern wurde der Führerschein sogar sofort sichergestellt, davon wiederum 254 E-Scooter-Fahrer. Die Regelungen für die E-Tretroller würden vermutlich auch deshalb nicht eingehalten, da die Fahrzeuge nicht als ernstzunehmendes Verkehrsmittel betrachtet würden, sagte der Pressesprecher der Münchner Polizei, Marcus da Gloria Martins. Viele sähen in den Rollern ein Lifestyle-Produkt oder Spielzeug - und nutzten sie entsprechend.

bam/dpa



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