Brandenburg Mehrere Weltkriegsbomben in Oranienburg entschärft

Heikler Einsatz im brandenburgischen Oranienburg: Seit dem Morgen sind Spezialisten damit befasst, vier Blindgänger unschädlich zu machen. Tausende Einwohner mussten ihre Häuser verlassen.

Einsatz in Oranienburg: Tausende müssen Häuser verlassen
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Einsatz in Oranienburg: Tausende müssen Häuser verlassen


In der Stadt Oranienburg nördlich von Berlin rückten am Freitag die Bombenexperten an: Gleich vier Blindgänger mit chemischem Langzeitzünder waren auf einem Grundstück gefunden worden. Zwei der Fünf-Zentner-Bomben wurden nach Angaben der Stadt nach mehrstündiger Arbeit entschärft. In einem Sperrkreis von 1000 Metern um den Fundort mussten etwa 4300 Menschen ihre Wohnungen verlassen.

Wann der Sperrkreis wieder freigegeben werden kann, war am späten Nachmittag wegen der noch ausstehenden Entschärfungen offen. "Wahrscheinlich ist, dass die Anwohner am Abend in ihre Häuser zurückkehren dürfen", teilte eine Stadtsprecherin mit. Die Entschärfung ist schwierig, weil die Fliegerbomben in acht Metern Tiefe lagen.

Die Kreisstadt ist besonders durch Blindgänger belastet. Oranienburg war im Zweiten Weltkrieg ein wichtiger Standort der Rüstungsindustrie. Unter anderem gab es dort ein großes Heinkel-Flugzeugwerk, in dem Tausende KZ-Häftlinge arbeiten mussten.

Seit 1990 wurden etwa 190 Bomben gefunden. Bis zu 300 weitere werden dort noch im Erdreich vermutet. Rund 20.000 Bomben sollen im Zweiten Weltkrieg auf die Stadt abgeworfen worden sein.

sms/dpa

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theos001 27.11.2015
1.
Aus diesem Grund kommen die besten deutschen Bombenräumer aus Brandenburg. Regelmäßiges Training.
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