Windgeschwindigkeiten von mehr als 120 km/h Orkan trifft Samstagnacht auf Deutschland

Starker Wind, Regen-, Schnee- und Graupelschauer: Von Samstag bis Montag wird es stürmisch in Deutschland.
Sturm an der Ostsee (Archivbild)

Sturm an der Ostsee (Archivbild)

Foto: Christian Ohde / IMAGO

In der Nacht zu Sonntag wird über Deutschland voraussichtlich ein Sturm hinwegziehen. Vor allem an der Nord- und Ostsee sowie auf den Gipfeln der nördlichen Mittelgebirge kann er Orkanstärke mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 120 Kilometern pro Stunde erreichen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte.

»Das wird das große Thema in den nächsten Tagen«, sagte ein DWD-Meteorologe in Offenbach. Demnach ziehen die ersten Vorboten des Sturmtiefs bereits im Laufe des Samstags über die Küste hinweg südostwärts. Entsprechend nimmt der Wind bis weit ins Binnenland hinein stetig zu. Dort erwartet der DWD Windstärke 11 mit Geschwindigkeiten von 80 bis 110 Kilometer pro Stunde. Über den rund 1140 Meter hohen Brocken im Harz fegt der Orkan den Angaben zufolge sogar mit 130 bis 140 Kilometern pro Stunde.

Das stürmische Wetter hält sich voraussichtlich bis zum Montag. Dabei gibt es am Samstag auch immer wieder Regen-, Schnee- und Graupelschauer bei Tageshöchsttemperaturen von bis zu elf Grad. Am Sonntag gehen die Temperaturen etwas zurück.

An der schleswig-holsteinischen Nordseeküste und der Elbe kann es nach der Vorhersage des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in der Nacht zu Sonntag eine Sturmflut geben. Am stärksten soll sich das nach der Prognose von Freitag in Hamburg bemerkbar machen. Dort wird nach Mitternacht ein Stand von etwa 2,2 Meter über dem normalen Hochwasser erwartet. Tiefliegende Bereiche wie der Altonaer Fischmarkt würden dann teilweise von Wasser überspült. In Dagebüll wird möglicherweise knapp die Sturmflutmarke von 1,5 Meter über dem normalen Hochwasser erreicht.

Für die Ostseeküste erwartet das BSH am Freitagabend höhere Wasserstände. In der Lübecker Bucht sollen es etwa 100 Zentimeter sein, in der Kieler Bucht 110 Zentimeter.

Am Donnerstagabend war die Lage trotz angekündigter Sturmflut an der deutschen Nordseeküste beim Hochwasser im Rahmen geblieben. Eine Sprecherin des BSH teilte mit, dass die Höchststände teilweise »durchaus auch etwas geringer« ausfielen als vorhergesagt.

kha/dpa
Mehr lesen über