Orkantief 440 Touristen sitzen auf Helgoland fest

Ein Sturmtief mit orkanartigen Böen ist in der Nacht über Norddeutschland gezogen - für die Feuerwehren bedeutete das Dauereinsatz. Die Schiffsverbindung nach Helgoland wurden eingestellt, mehrere Bahnstrecken waren lahmgelegt.


Hamburg - Sie wollten einen Sommerausflug auf Deutschlands einzige Hochseeinsel genießen. Stattdessen wurde es auf Helgoland für 440 Touristen dank Orkantief "Uriah" sehr ungemütlich. Die Schiffsverbindung zurück nach Hamburg wurde gestern Nachmittag wegen des schlechten Wetters eingestellt. Die gestrandeten Urlauber mussten in Helgolands Jugendherberge, in Schulen, Marine-Unterkünften und Feuerwehrräumen untergebracht werden. "Die Insel ist ja bereits voller Urlauber", sagte ein Polizeisprecher.

Die Touristen waren mit dem Katamaran "Halunder Jet" nach Helgoland angereist. Ob das 52 Meter lange Schiff am Abend in Richtung Cuxhaven und Hamburg auslaufen kann, war am Nachmittag noch nicht entschieden.

Die Bahnstrecken von Hamburg nach Sylt sowie von Hamburg nach Berlin waren ebenfalls unterbrochen.

Wegen Sturms und Nebels wurde auch der Fährverkehr von und nach Hiddensee eingestellt. Auf der Ostseeinsel registrierten Meteorologen eine Windgeschwindigkeit von 137 Stundenkilometern, das entspricht der höchsten Windstärke 12.

An den Küsten von Nord- und Ostsee hatten die Meteorologen vor Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde gewarnt, und wie befürchtet wurde es für die Feuerwehr eine hektische Nacht. Bis 2 Uhr heute früh waren die Hamburger Nothelfer zu mehr als 200 Einsätzen ausgerückt, räumten Baumstämme und große Äste von den Straßen. Mehrere Autos wurden beschädigt.

pad/dpa



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