Orthografie "Toony" Blairs Rechtschreibschwäche

In Zeiten des Krieges eint Tony Blair vieles mit George W. Bush. Doch während Bush sich häufig verspricht, kämpft der britische Premier angeblich mit einer ganz anderen Peinlichkeit: Er hat Probleme mit der Rechtschreibung - behauptet zumindest die Presse auf der Briten-Insel.

London - Kaum zu glauben, dass der Eliteschüler Blair mit der Orthografie auf Kriegsfuß steht. Doch der 48-jährige Premierminister, dessen Regierung sich die Verbesserung des Bildungssystems auf die Fahnen geschrieben hat, machte in einem Brief an einen Labour-Kollegen gleich dreimal denselben Fehler. Dies berichten britische Medien wie der "Daily Telegraph" oder die "Financial Times".

Das Wort "tomorrow" (morgen) hatte bei ihm in der ersten Silbe statt einem gleich zwei "o" und erschien so als "toomorrow".

"The Sun" ulkte: "Streng dich mehr an, Toony". Der "Daily Express" wies darauf hin, dass das Wort "tomorrow" zu den 600 Wörtern gehöre, die Kinder im Alter von zwölf Jahren nach den Vorgaben der Regierung buchstabieren können müssen. Auch die Opposition konnte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen. "Es sieht so aus, als ob der Aufruf der Regierung zu lebenslangem Lernen gerade an der Spitze mit Nachdruck verfolgt werden müsste", sagte der bildungspolitische Sprecher der Konservativen, Damian Green.

Ein Sprecher der Downing Street nannte es "völlig lächerlich", dem in Oxford ausgebildeten Premier Rechtschreibschwächen zu unterstellen: "Jeder kann sehen, dass es an der Handschrift liegt."

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