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Osterbrauch Neuseeländer erschießen 23.000 Kaninchen

Löffelträger sind auf Neuseelands Südinsel nicht willkommen: Jedes Jahr blasen Hobbyschützen am Osterwochenende zur Kaninchenjagd. Tierschützer kritisieren die blutige Tradition.
Hauskaninchen im Wildpark Eekholt: Nicht überall beliebt

Hauskaninchen im Wildpark Eekholt: Nicht überall beliebt

Foto: Carsten Rehder/ dpa

In Neuseeland wird das Symbol eines der größten christlichen Feste alles andere als freundlich begrüßt: Jedes Jahr findet am Osterwochenende auf der Südinsel des Landes die "Große Osterhasenjagd" auf Kaninchen und Hasen statt. Mehr als 500 Jäger waren von Karfreitag bis Samstagmittag in Teams im Einsatz.

Nach Angaben des Veranstalters Dave Ramsay haben die Hobbyjäger mehr als 23.000 Kaninchen erlegt. Zufrieden war Ramsay nicht: "Wir hatten das Ziel, 25.000 zu erlegen, aber Regen hat die Jagd behindert", sagte er im Rundfunk.

Kaninchen und Feldhasen sind erst von Siedlern nach Neuseeland gebracht worden. Sie haben dort keine natürlichen Feinde, weshalb sie sich stark vermehren. Von Landwirten werden die Tiere als Schädlinge betrachtet. Die Jagd findet seit 20 Jahren jedes Jahr zu Ostern statt.

Neuseeländische Medien berichten, dass Tierschützer die Jagd kritisieren: Es würde eine Party-Atmosphäre geschaffen - in der den Kaninchen Leid zugefügt würde.

wbr/dpa

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