Trockenheit Viele Osterfeuer wegen Waldbrandgefahr abgesagt

In weiten Teilen Ostdeutschlands hat es lange nicht geregnet - deshalb sagen die Behörden zahlreiche Osterfeuer ab. In mehreren Regionen drohen die Wälder in Brand zu geraten.

Osterfeuervorbereitung (Symbolbild): Trockenes Wetter macht Probleme
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Osterfeuervorbereitung (Symbolbild): Trockenes Wetter macht Probleme


Im Osten Deutschlands sind wegen akuter Waldbrandgefahr vielerorts Osterfeuer abgesagt worden. So verboten Verwaltungen in Torgau, Taucha, Schkeuditz und Bad Düben (alle in Sachsen) offene Feuer. Auch Veranstaltungen in Brandenburg und Sachsen-Anhalt wurden gestrichen.

In weiten Teilen der ostdeutschen Länder haben Behörden wegen der anhaltendenden Trockenheit die höchste oder die zweithöchste Stufe der Waldbrandgefahr ausgerufen. In Ostdeutschland hatten die Wälder bereits im Vorjahr schwer unter monatelangem Regenmangel gelitten. Meteorologen erwarten auch zum Auftakt der Ostertage zumeist sonniges, warmes und trockenes Wetter.

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Auch in Neuruppin (Brandenburg) werde es "nach derzeitigem Stand keine Osterfeuer geben", sagte eine Sprecherin der Stadt. Von Gefahrenstufe vier an dürften keine Feuer gemacht werden. Auch in Fürstenberg/Havel nördlich von Berlin oder in Lübben im Spreewald wurden dieses Jahr Feuer abgesagt.

In Sachsen-Anhalt teilte nach Stendal auch die Stadt Zeitz südlich von Halle (Saale) mit, dass dort keine Osterfeuer erlaubt sind. Die Zeitzer Stadtverwaltung rief die Bürger sogar dazu auf, mit Blick auf die Gefahren auch auf kleinere Feste an Feuerschalen zu verzichten.

nis/dpa



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co2nogo 19.04.2019
1.
Wenn ich mir das Bild vom Herrichten eines Holzstapels für ein Osterfeuer betrachte , muss ich mich schon fragen, wie gross so ein Feuer sein muss. Anscheinend gilt auch hier je grösser und höher, um so besser. Könnte ja sein, dass das Feuer in der Nachbargemeinde das Eigene überragt, und das geht ja gar nicht.
blurps11 19.04.2019
2.
Zitat von co2nogoWenn ich mir das Bild vom Herrichten eines Holzstapels für ein Osterfeuer betrachte , muss ich mich schon fragen, wie gross so ein Feuer sein muss. Anscheinend gilt auch hier je grösser und höher, um so besser. Könnte ja sein, dass das Feuer in der Nachbargemeinde das Eigene überragt, und das geht ja gar nicht.
Da sehen Sie in Bezug zu diesem Artikel aber den Wald vor lauter Bäumen nicht. Der Knackpunkt ist, dass es in den betroffenen Bundesländern im zweiten Jahr hintereinander staubtrocken ist. Auf die Ernteausfälle und entsprechende Ausgleichszahlungen der öffentlichen Hand dürfen wir uns wohl schon wieder einstellen. Hat aber ganz bestimmt nichts mit ständig neuen Rekordtemperaturen und diesem Klimadingsbums zu tun.
ALEMANNE2 19.04.2019
3. Beängstigende Aussichten
Es ist in der Tat beängstigend, wenn man das derzeitige sog. 'schöne' Wetter mit der Wetterlage von vor 12 Monaten vergleicht und sich dann vorstellt, dass es sich dieses Jahr genauso entwickeln wird. Auch letztes Jahr hatten wir in der 2. Aprilhälfte Temperaturen bis knapp an die 30 Grad C, dazu allenthalben Trockenheit. Diese Wetterlage mit überdurchschnittlicher Wärme und weit unterdurchschnittlichen Niederschlägen setzte sich dann bis weit in den November hinein fort. Der Winter brachte dann auch nicht so viel an Niederschlägen, von den starken Schneefällen in Teilen der Alpen (und dies auch nur während ca. 2 Wochen) mal abgesehen. Wir starten also mit einem extremen Niederschlagsdefizit in den bevorstehenden Sommer, und wenn ich dann an das zu erwartende stabile Azorenhoch oder an eine stationäre Omega-Wetterlage denke, wird das Problem sich noch deutlich verschlimmern. Mein Fazit bzw. Wunsch wäre ein richtig durchschnittlicher, etwas verregneter Sommer.
Karapana 19.04.2019
4. @Alemanne2
Das sehe ich genauso wie Du. Es ist eventuell der Beginn einer Katastrophe könnte man fast vermuten. Der Point of no return ist eben nicht nur ein "Punkt", sondern eine Phase. Und man kann sich fragen - sind wir da schon drin? schlittern wir grad rein? Und die meisten Leute freuen sich einfach über das schöne Wetter.
spiegerlguckerl 19.04.2019
5. @Alemanne2 und Karapana: Genau
Warmes, und dann heisses, Wetter und Trockenheit nicht nur zu Ostern, sondern danach den ganzen Frühling und Sommer hindurch bis weit in den Herbst hinein, das Jahr 2018 übertreffend. Eine unheilvolle Aussicht.
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