Gefährliche Bakterieninfektion Zweiter Vibrionen-Todesfall nach Bad in der Ostsee

Zum zweiten Mal binnen weniger Wochen hat sich ein Mensch beim Baden in der Ostsee eine gefährliche Infektion zugezogen und ist an den Folgen gestorben.

Ostsee in Zinnowitz: Bei Wassertemperaturen ab 20 Grad kann das Baden für Menschen mit bestimmten Krankheiten gefährlich werden
Stefan Sauer/DPA

Ostsee in Zinnowitz: Bei Wassertemperaturen ab 20 Grad kann das Baden für Menschen mit bestimmten Krankheiten gefährlich werden


Nach einem Bad in der Ostsee ist zum zweiten Mal in diesem Sommer ein Mensch an einer Vibrionen-Infektion gestorben. Die Person habe an mehreren chronischen Krankheiten gelitten und damit zur Risikogruppe gehört, teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mit.

Weitere Details wurden nicht genannt. Vibrio-Bakterien können bei Menschen mit einer HIV-Erkrankung oder bestimmten chronischen Krankheiten tödliche Infektionen auslösen. Auch sehr alte Menschen, Leberkranke oder Alkoholabhängige sind besonders anfällig für die Keime. (Hier erfahren Sie mehr zu dem Thema.)

Die Bakterien der Gattung Vibrio verbreiten sich vor allem in Salzwasser bei Temperaturen ab 20 Grad, bei niedrigeren Temperaturen befinden sie sich vorrangig im Meeresboden. Die Keime dringen über offene Wunden in den Körper ein und können schon nach kurzer Zeit schwere Wundinfektionen auslösen. Diese können sich anschließend auf andere Körperteile ausdehnen. Eine zügige Therapie mit Antibiotika kann den Krankheitsverlauf deutlich mildern.

Bereits im August war eine Frau nach einem Bad in der Ostsee an einer Vibrionen-Infektion gestorben, wenig später infizierte sich eine weitere Frau in der Ostsee mit dem gefährlichen Bakterium.

mxw/dpa

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