Stettiner Haff Schiffbrüchiger Segler klammert sich stundenlang an Reuse in Ostsee fest

Er stürzte über Bord, zog sich auf eine Reuse und harrte dort eigenen Angaben zufolge etwa drei Stunden aus: Helfer haben einen unterkühlten Segler aus der Ostsee gerettet.
DGzRS-Boot (Symbolbild)

DGzRS-Boot (Symbolbild)

Foto: Mohssen Assanimoghaddam / picture alliance/dpa

Seenotretter und eine Bootsbesatzung haben in der Ostsee einem schiffbrüchigen Segler geholfen, der sich zuvor offenbar mehrere Stunden an einer Schwimmreuse festgeklammert hatte. Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Donnerstag mitteilte, entdeckte und meldete die Besatzung einer Jacht am Mittwochnachmittag den Segler in einer Reuse im Stettiner Haff.

Noch bevor die Seenotretter der Station Ueckermünde vor Ort eintrafen, drehte demnach eine zweite Segeljacht bei, um den Schiffbrüchigen zu befreien. Die Bootsbesatzung habe den etwa 70 Jahre alten Mann aus Polen erreichen und ihn an Bord nehmen können, hieß es. Bei dem Manöver habe sich jedoch der Propeller der Jacht selbst in der Reuse verfangen.

Die kurz darauf eintreffenden Seenotretter übernahmen den Angaben zufolge die Erstversorgung des Schiffbrüchigen und stellten dabei eine Körpertemperatur von nur noch 34 Grad Celsius fest. Nachdem der unterkühlte Mann stabilisiert war, fuhr das Seenotrettungsboot demnach zurück nach Ueckermünde. Dort sei der Patient dem Rettungsdienst übergeben worden.

Boot des Schiffbrüchigen gefunden

Der Verunglückte schilderte demnach, er sei über Bord seines etwa sieben Meter langen Motorseglers gestürzt. Auf die Reuse habe er sich retten können und dort etwa drei Stunden ausgeharrt.

Während der Patient ins Krankenhaus gebracht wurde, nahmen die Seenotretter erneut Kurs auf die in der Reuse gefangene Segeljacht. Sie befreiten das Boot den Angaben zufolge  und schleppten es in den Hafen.

Anschließend hätten die Einsatzkräfte auch das treibende Boot des Schiffbrüchigen gefunden, hieß es. Sie holten dessen Segel ein und schleppten es ebenfalls in den Hafen.

wit/AFP
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