Osttürkei Tote und Verletzte bei Erdbeben

18 Menschen sind bei einem mittelschweren Erdbeben im Ararat-Hochland im Osten der Türkei ums Leben gekommen, 21 wurden verletzt. Durch das Beben waren in der Nacht etliche Häuser eingestürzt.


Trauer um die Todesopfer: Erdbeben zerstörte fast ganzes Dorf
AP

Trauer um die Todesopfer: Erdbeben zerstörte fast ganzes Dorf

Istanbul - Die Erdstöße erschütterten gegen 1 Uhr (Ortszeit) die Provinz Dogubeyazit in der Nähe der Grenze zu Iran. In mehreren Dörfern sei schwerer Schaden entstanden, meldeten die Fernsehsender NTV und CNN-Turk. Die Stärke des Bebens wurde mit 5,0 beziehungsweise 5,2 angegeben.

Fast völlig zerstört wurde das Dorf Yigincal, in dem alle Todesopfer und die meisten der Verletzten zu beklagen sind. Die rund 70 Häuser des Dorfes hielten den Erdstößen nicht stand. Sie seien in traditioneller Bauweise aus Stein und Lehm erbaut, sagte Provinzgouverneur Hüseyin Yavuzdemir dem Nachrichtensender CNN-Turk.

Die türkische Hilfsorganisation Roter Halbmond schickte 500 Zelte und 500 Decken in das Erdbebengebiet. Nach Angaben der örtlichen Behörden waren die Rettungsarbeiten am Morgen bereits abgeschlossen. Die Helfer erwarten nicht, dass die Zahl der Opfer noch steigt.

Die Türkei liegt in einer seismologisch aktiven Region. Im August 1999 waren bei zwei schweren Beben im Nordwesten des Landes rund 18.000 Menschen ums Leben gekommen.



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