Ostukraine Einsatzkräfte bergen 17 Leichen nach Explosion in Kohlemine

Bei einer Gasexplosion in einer Kohlemine in der Ostukraine sind mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen.

Kohlemine in Jurjiwka nahe Luhansk
DAVE MUSTAINE/EPA-EFE/REX

Kohlemine in Jurjiwka nahe Luhansk


Am Donnerstag kam es in einer Kohlemine in dem Dorf Jurjiwka, rund 30 Kilometer südwestlich von Luhansk in der Ostukraine, zu einer Gasexplosion. Am Freitag wurden fünf Tote und zwölf Vermisste gemeldet. Jetzt bestätigte der "Präsident" der selbsternannten Volksrepublik Luhansk, Leonid Pasetschnik, dass Rettungskräfte 17 Leichen aus den Trümmern geborgen hätten.

Pasetschnik bezeichnete den Vorfall auf Twitter als "Tragödie". Bereits zuvor hatte der ehemalige Geheimdienstchef den kommenden Montag zum Gedenktag für die Toten erklärt.

Die Region Luhansk steht seit 2014 unter der Kontrolle pro-russischer Rebellen. Russland hatte angekündigt, Einsatzkräfte und Ausrüstung zur Verfügung zu stellen, um die Suche nach den vermissten Bergleuten zu unterstützen.

Laut örtlichen Medien war die Mine 2014 wegen des Konflikts zwischen der ukrainischen Armee und den pro-russischen Rebellen geschlossen worden. 2018 sei sie wiedereröffnet worden.

Der Großteil der ukrainischen Kohle wird im Osten des Landes gefördert. Dort kämpfen die Regierungstruppen seit Jahren gegen von Russland unterstützte Rebellen. Seit Beginn des Konflikts wurden rund 13.000 Menschen getötet.

ala/dpa/AFP



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