kurz & krass 88 Jahre Ehe bis zu den Hochzeitsfotos

Ein Paar aus China macht Hochzeitsfotos - mit fast neun Jahrzehnten Verspätung. Cornflakes werden einer Fledermaus zum Verhängnis und Kunsträuber in Südafrika erweisen sich als äußerst wählerisch. Die kuriosesten Meldungen der vergangenen Tage. Klicken Sie sich durch!

Chinesisches Uralt-Ehepaar bekommt nach 88 Jahren Hochzeitsfotos


Sie trug einen weißen Schleier, er einen schwarzen Hut: Wu Conghan ist 101 Jahre alt, seit 88 Jahren mit seiner Frau Wu Sognshi, 103, verheiratet. Doch erst jetzt kam das Paar dazu, Hochzeitsfotos zu machen. Bei der Trauung 1924 fehlte das Geld. Und auch heute hätte sich das betagte Paar aus der Provinz Sichuan keine Fotos leisten können - eine örtliche Internetseite spendierte die Aufnahmen. Nach dem Fotoshooting konnten die Eheleute die Bilder auf einem Laptop betrachten. Und im Dorf gab es passend zum Anlass eine Feier.

Kunsträuber erweisen sich als Kenner

Pretoria - Drei zielstrebige Räuber haben bei einem Überfall im Kunstmuseum der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria reiche Beute gemacht. Der Museumsangestellte Daywood Khans, der mit vorgehaltener Waffe bedroht wurde, berichtete im Radiosender 702: "Sie holten eine Liste raus und sagten, dieses und jenes Gemälde suchten sie, unsere alten Meister." Nachdem das Trio sich bedient hatte, lud es Khans zufolge die geraubten Kunstwerke auf einen Karren und dann in ein Fluchtauto. Ein Gemälde passte nicht mehr in den Kofferraum und wurde auf dem Bürgersteig zurückgelassen. Der Wert der geraubten Kunstwerke beträgt mehr als 15 Millionen Rand (1,4 Millionen Euro).

Bulle demoliert Autos


Haltern am See/Recklinghausen - Große Freiheit für eineinhalb Stunden: Ein Bulle ist beim Verladen auf einen Viehtransporter ausgebüxt und in Haltern am See in Nordrhein-Westfalen in Richtung Innenstadt gewandert. Laut Polizei beschädigte das Tier auf seinem Ausflug zwei Autos. Als die Beamten den Bullen auf einen Parkplatz treiben konnten, betäubte ein Tierarzt den Ausreißer. In der Einsatzzeit wurde der Verkehr von der Polizei rund um die Route des Bullen für etwa eineinhalb Stunden umgeleitet.

Mumifizierte Fledermaus in Cornflakesschachtel gefunden


Stuttgart - Eine mumifizierte, gut erhaltene Fledermaus haben Stuttgarter beim Frühstück in einer Packung Weizenvollkornflakes entdeckt. Eine Überprüfung beim Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart ergab, dass die Fledermaus in einer Sommernacht in die geöffnete Schachtel geklettert sein musste. Diese wurde zur tödlichen Falle für das Tier, weil die Innentüte zu glatt und der Ausgang von Papplaschen versperrt war. Dass die Haus- oder Zwergfledermaus zunächst noch gelebt haben muss, bewiesen Fledermaus-Kotbröckchen zwischen den Flakes.

Cornflakes mit Fledermaus: Nicht appetitlich

Cornflakes mit Fledermaus: Nicht appetitlich

Foto: Cvua Stuttgart/ dpa

Besuch bei Seniorin endet für Polizisten mit Sprung aus dem Fenster

Ettlingen - Eine alte Frau hat zwei Polizeibeamte in ihrer Wohnung in Ettlingen eingesperrt. Die Beamten konnten sich nur durch einen Sprung aus dem Fenster befreien. Die Polizistin und ihr Kollege hatten die 90-Jährige auf deren Anruf hin aufgesucht, weil sie ihre abgeschlossene Wohnung nicht mehr verlassen konnte. Nachdem die Beamten über hohe Gartentüren geklettert waren, ließ die betagte Frau sie erst nach einigem Zureden über die Verandatür ins Haus. Dort fanden sich rund 25 Schlüsselbunde mit etwa 150 Schlüsseln, von denen keiner für die Wohnungstür passte. Als sich die Beamten wieder verabschieden wollten, hatte die 90-Jährige auch die Verandatür von innen abgesperrt - so blieb nur das Fenster als Ausgang.

Geplantes Kraulverbot vergrault Schwimmbadbesucher


Gelnhausen - Ein Kraulverbot für Schwimmer im Hallenbad des hessischen Ortes Gelnhausen sorgt für Ärger. "Das entbehrt nicht einer gewissen Komik", sagt Bürgermeister Thorsten Stolz. Weil es viel Ärger und massig Beschwerden gegeben habe, solle die neue Badeordnung wieder auf den Prüfstand gestellt werden. Diese besagt: "Das Schwimmen in der Stilart Kraul-, Delfin- und Rückenkraulschwimmen während des öffentlichen Badebetriebs ist nur bei freigegebenen Bahnen erlaubt."

Spötter sprechen bereits vom einzigen Brust-Schwimmbad der Welt. Hintergrund der straffen Reglementierung: Es gehe darum, die normalen Schwimmer vor den Leistungssportlern zu schützen, sagte Betriebsleiter Volkmar Beer dem "Gelnhäuser Tageblatt". Nun wollen die Mitglieder des Zweckverbandes Hallenbad Mittleres Kinzigtal - die Kreisstadt Gelnhausen und die Gemeinden Linsengericht und Gründau - laut Stolz über das Kraulverbot sprechen.

ulz/dpa/dapd/AFP
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