Flugzeugunglück mit Dutzenden Toten Behörden in Karatschi rufen den Notstand aus

In der größten Stadt Pakistans ist ein Airbus mit rund hundert Passagieren abgestürzt - über einem Wohngebiet. Dutzende Menschen starben, es herrschen chaotische Zustände.
Rettungskräfte an der Absturzstelle in Karatschi

Rettungskräfte an der Absturzstelle in Karatschi

Foto: Stringer/ imago images/Xinhua

Nach dem Flugzeugabsturz in Pakistan mit Dutzenden Toten könnten sich die Rettungsaktionen noch über Tage hinziehen. An der Unglücksstelle mitten in einem Wohngebiet herrscht Chaos, die Behörden riefen den Notstand aus. Bilder zeigen, wie Verletzte aus den Trümmern eingestürzter Gebäude gezogen werden und Feuerwehrleute Brände bekämpfen.

Bei dem Unglück sind mindestens 41 Menschen ums Leben gekommen, mehrere Dutzend Leichen wurden bereits von der Absturzstelle geborgen. Die Nachrichtenagentur Reuters vermeldete zuletzt 56 Tote. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich zunächst schwierig. Bewohner eilten zur Hilfe und suchten in der Verwüstung nach Überlebenden. Trümmer zerstörter Häuser und Flugzeugteile waren in den engen Straßen verteilt.

Mindestens zwei Menschen überlebten den Crash in der Millionenmetropole Karatschi. Das sagte ein Sprecher der Luftfahrtbehörde. Einer der Überlebenden, der Chef einer Bank, sei in einem stabilen Zustand, sagte der Chefminister der südlichen Provinz Sindh, Murad Ali Shah, der den Mann in einem Krankenhaus traf. Es könne noch weitere Überlebende geben, sagte ein Sprecher der Airline.

DER SPIEGEL

Das Passagierflugzeug war im Süden Pakistans verunglückt. Der Airbus mit rund hundert Menschen an Bord sei wenige Minuten vor der geplanten Landung in der Nähe der Stadt Karatschi in einem Wohngebiet abgestürzt, teilte die Luftfahrtbehörde des Landes mit.

Militär und Polizei sperrten das Gebiet ab

Der Pilot habe dem Tower technische Probleme der Maschine berichtet, sagte PIA-Chef Arshad Malik. Augenzeugen berichteten lokalen Fernsehsendern, dass sie das Flugzeug um den Flughafen kreisen sahen, bevor es abstürzte. Der von der staatlichen Fluggesellschaft betriebene Airbus war auf dem Weg von der östlichen Stadt Lahore nach Karatschi.

Durch den Absturz wurden Häuser beschädigt, wie ein Sprecher sagte. Das Militär und die Polizei sperrten das Gebiet ab. Fernsehaufnahmen zeigten eine dichte Rauchwolke sowie Krankenwagen, die zur Absturzstelle eilten.

Zur genauen Anzahl der Menschen in dem Flugzeug gibt es unterschiedliche Angaben. An Bord der Maschine der Pakistan International Airlines (PIA) hätten sich nach ersten Erkenntnissen 99 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder befunden, sagte ein Sprecher, wie unter anderem die Nachrichtenagenturen dpa und AP berichteten. Später schrieb die Nachrichtenagentur Reuters jedoch von insgesamt 99, die AFP von insgesamt 98 Menschen an Bord.

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Pakistans Premierminister Imran Khan drückte den Opfern und Familien sein Beileid aus. "Schockiert und betrübt über den PIA-Absturz", schrieb er auf Twitter.

Bereits im Jahr 2016 kam es zu einem Absturz einer Maschine der staatlichen Fluggesellschaft PIA mit rund 50 Toten. 2012 starben 127 Menschen beim Absturz einer Maschine einer kleinen privaten Airline auf dem Weg von Karatschi nach Islamabad. Im Jahr 2010 stürzte ein Airbus vor der Landung in der Hauptstadt Islamabad ab, alle 152 Insassen kamen bei dem Unglück ums Leben.

bbr/lmd/dpa/AFP/AP/Reuters
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