Panda-Besuch in Belgien Staatsempfang für Bärchenpärchen

War da ein Popstar oder ein Staatsoberhaupt am Brüsseler Flughafen eingetroffen? Nein, mit großem Trara wurden die Panda-Bären Hao Hao und Xing Hui in Empfang genommen - die nun die Besucher eines Zoos entzücken sollen.

REUTERS

Hamburg/Brüssel - Ein Staatsbesuch ist nichts dagegen: Ministerpräsident Elio Di Rupo erschien persönlich am Flughafen, an die hundert Journalisten standen an Absperrgittern, eine Polizeieskorte wartete vor dem Terminal. Und wofür das Spektakel? Für zwei Panda-Bären.

China hat Belgien zwei Exemplare der bedrohten Art "ausgeliehen". Das vier Jahre alte Weibchen Hao Hao (Die Freundliche) und das gleichaltrige Männchen Xing Hui (Funkelnder Stern) sollen 15 Jahre lang im Land bleiben. Im Zoo von Brugellette waren am Sonntag sämtliche Eintrittskarten ausverkauft - obwohl die Verwaltung schon zuvor gewarnt hatte, dass die Pandabären erst nach dem Ende ihrer Quarantäne und einer Eingewöhnungszeit Anfang April zu sehen sein werden.

Um die Pandas unterzubringen, hatte der Zoo stattliche zehn Millionen Euro in ein großes und komfortables Gehege samt Schwimmbecken, Höhle und Bambushain gesteckt. Zudem kostet die tierische Leihgabe laut belgischen Presseberichten pro Jahr eine Million Euro "Miete". Der Große Panda gehört zu den am stärksten bedrohten Tierarten der Erde. Nur noch 1600 Exemplare leben in freier Wildbahn, 300 weitere werden in Zoos gehalten.

cbu/AFP

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