Ein Ruderboot, eine riesige Eisscholle – und eine Mission: Das Festland zu erreichen.
Die Aufnahmen aus dem finnischen Schärenmeer verbreiteten sich im Netz – und landeten sogar in den US-Nachrichten.
Aber was war da eigentlich los an der Südwestküste Finnlands? Die Drohnenfilmerin gibt uns Auskunft.
Senja Larsen, Drohnenfilmerin #PandemicParadise
»Wir leben seit der Pandemie hier auf der Insel – und vor einiger Zeit fror das Meer zu. Erst versuchte mein Mann mit einem Stock vom Strand aus die Eisscholle zu bewegen – und war sehr aufgeregt, als er sie ein ganz wenig wegdrücken konnte. Am nächsten Tag sah ich ihn dann schon auf dem Ruderboot.«
Senja lässt – wie so häufig – ihre Drohne fliegen – und dokumentiert den Versuch.
Senja Larsen, Drohnenfilmerin #PandemicParadise
»Erst hatten wir das Gefühl, dass nichts passiert. Es war sehr langsam – aber als ich die Aufnahmen dann ums zwanzigfache beschleunigte, merkte man, wie sich die Scholle bewegt!«
Das Problem in den Schären: Die See friert zu, aber das Eis hat lange nicht die notwendige Dicke, um wirklich belastbar zu sein. Der Zustand kann über Wochen andauern – der Lockdown hier ist dann gänzlich von der Natur angeordnet. Zum Glück gibt es die Drohne für den Weitblick.
Senja Larsen, Drohnenfilmerin #PandemicParadise
»Hier ist sie – meine Verlängerung.«
Als Wirtschafts- und Techredakteurin ist Senjas Standort eigentlich das Silicon Valley in Kalifornien. Doch wegen Corona kam die Korrespondentin im Sommer zurück nach Finnland.
Unter dem Hashtag #PandemicParadise bietet sie in den sozialen Medien weiterhin Einblick in ihren Alltag im Schärenmeer. Nach dem überraschenden Erfolg ihres ersten Videos wird die Serie fortgesetzt. Und mit ihr eine positive Botschaft mitten in der sich in die Länge ziehenden Coronakrise:
Senja Larsen, Tech-Redakteurin
»Das Feedback war so positiv. Das Eisschollen-Video ist wahrscheinlich metaphorisch für diese Coronazeit: als hätte Corona unsere Welt vereist, wir sind alle total müde und hoffen auf ein Ende der Pandemie. Und dieses Rudern ist symbolisch dafür, dass jeder gerade seine eigene Eisscholle vor sich herschiebt – aber langsam geht es voran Richtung Frühling und eine offene See.«