Panik am Hudson River Obama zürnt über Air-Force-Stunt

Nach dem Tiefflug einer Air Force One über New York hat US-Präsident Obama wütend eine Untersuchung angeordnet - offenbar war er selbst nicht über die Aktion informiert. Das Manöver über dem Hudson River hatte eine Massenpanik ausgelöst.


Washington - US-Präsident Barack Obama will den Skandal-Flug seiner Air Force One über New York schnell untersuchen lassen. "Es war ein Fehler", sagte Obama am Dienstag vor Reportern in Washington, als er auf den Tiefflug der Präsidentenmaschine am Montag über Manhattan angesprochen wurde. Er habe nicht früher als die Öffentlichkeit von dem Vorfall erfahren.

Derartiges "wird nicht wieder passieren", versicherte der US-Präsident. Obama sei über die Aktion "aufgebracht" gewesen, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs.

Die Air Force One war nach Angaben der Luftwaffe am Montag gegen 10 Uhr im Auftrag des Verteidigungsministeriums für einen Fototermin und einen Übungseinsatz unterwegs gewesen. Die Boeing wurde von einem Kampfjet begleitet und kreiste unter anderem um die Freiheitsstatue und über den New Yorker Hafen.

Der Flug erinnerte viele Bürger an die Terroranschläge vom 11. September 2001. Viele riefen aus Furcht vor einem neuen Terroranschlag die Notrufnummern der Stadt an, in mehreren Gebäuden Manhattans verließen Hunderte Menschen fluchtartig ihre Büros. Auch New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg hatte verärgert auf den Flug über Manhattan reagiert.

Für den Flug hatte sich schon am Montag der Leiter der militärischen Abteilung im Weißen Haus, Louis Caldera, entschuldigt. Die Kosten der PR-Aktion beliefen sich nach US-Medienangaben auf 328.835 Dollar (umgerechnet 249.000 Euro). Allein für das Kerosin der beiden Maschinen fielen Kosten in Höhe von 35.000 Dollar an.

amz/AP



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