Panik nach Schaumparty Hüpfzelt bricht ein, 38 Verletzte

Dramatisches Ende eines Badetages: Eine mit Schaum gefüllte Hüpfburg hielt dem Ansturm im Schwimmbad nicht stand, kenterte. Rund 50 Kinder fielen aufeinander, schluckten Schaum, 38 wurden verletzt. Die Polizei untersucht zudem, ob mit dem Schaum etwas nicht stimmte.


Ergolding - Bei einer Schaumparty in einer Hüpfburg sind am Mittwoch im niederbayerischen Ergolding 38 Kinder und ein Feuerwehrmann verletzt worden. Alle Opfer seien in Krankenhäuser gebracht worden, teilte die Polizei mit. Fünf von ihnen erlitten schwere Verletzungen. Etwa 50 Kinder im Alter zwischen 4 und 15 Jahren hätten am Nachmittag die mit Schaum gefüllte Hüpfburg in einem Schwimmbad gestürmt. Dadurch sei das aufblasbare Konstrukt eingestürzt. Danach sei Panik ausgebrochen.

Die Polizei berichtet weiter: Mehrere Kinder seien auf dem glitschigen Boden ausgerutscht und übereinander gefallen. "Die Kinder haben dabei Schaum eingeatmet und verschluckt", sagte eine Sprecherin. Dabei hätten sie Verätzungen, Augenreizungen und Atembeschwerden erlitten. Ob, wie zunächst angenommen, eine falsche Zusammensetzung des Schaums die Verletzungen hervorgerufen habe, soll noch untersucht werden.

Die Kinder wurden von rund 15 jungen Feuerwehrmännern, die die Schaumparty mitorganisiert hatten und sich im Bad aufhielten, geborgen. Dabei erlitt auch einer der Retter Verletzungen.

Die Unglücksstelle wurde weiträumig abgesperrt. Der Badebetrieb ging weiter. Die Polizei sah keine Gefahr für andere Gäste. Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich mehrere hundert Badegäste in dem Freibad.



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