Paparazzi-Urteil Rekord-Schmerzensgeld für Carolines Tochter

Weil Fotografen von ihr unerlaubt Fotos gemacht haben, ist der fünfjährigen Tochter von Prinzessin Caroline von Monaco ein rekordverdächtiges Schmerzensgeld zugesprochen worden. Der Bundesgerichtshof entschied, dass der kleinen Alexandra knapp 77.000 Euro zustehen.


Ernst August Prinz von Hannover, Tochter Alexandra und Gattin Caroline: Paparazzo steckte im Baum
DPA

Ernst August Prinz von Hannover, Tochter Alexandra und Gattin Caroline: Paparazzo steckte im Baum

Hamburg - Die Tochter von Prinzessin Caroline und Ernst August Prinz von Hannover erhält eine Summe von 76.694 Euro für die unrechtmäßige Veröffentlichung von Fotos von ihr in den Zeitschriften "Die Aktuelle" und "Die Zwei". Nach Angaben von Alexandras Anwalt Matthias Prinz handelt es sich dabei um das höchste Schmerzensgeld, "das jemals einem Minderjährigen in einem Presserechtsprozess zugesprochen worden ist."

Der Bundesgerichtshof bestätigte mit seiner Entscheidung ein entsprechendes Urteil des Berliner Kammergerichts, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Anwalt Prinz wertete die Entscheidung als Beleg für einen "eindeutigen Trend zu höheren Entschädigungen". Das Urteil habe grundsätzliche Bedeutung und zeige, "dass die Gerichte bereit sind, auch die Privatsphäre von Kindern konsequent zu schützen."

Die Eltern Alexandras, selbst erfahren in juristischen Auseinandersetzungen mit der Presse, hatten im Namen ihrer Tochter gegen die Foto-Veröffentlichungen in den beiden Zeitschriften in den Jahren 1999 und 2000 geklagt. So war auf den Bildern zum Beispiel Alexandra auf dem Arm ihrer Mutter zu sehen, als diese gerade das Geburtskrankenhaus verließ. Ein weiteres Foto war von einem Paparazzo aufgenommen worden, der sich auf einem Baum auf dem Privatgrundstück der Familie versteckt hatte.



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