Puerto Rico Papst Franziskus entlässt impfkritischen Bischof

Bischof Daniel Fernández Torres hatte Gläubige verteidigt, die angeblich aus Gewissensgründen der Coronaimpfpflicht nicht nachkommen. Jetzt hat der Papst den puerto-ricanischen Geistlichen abgesetzt.
Papst Franziskus

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Foto: Andrew Medichini / dpa

Papst Franziskus hat Bischof Daniel Fernández Torres von der Seelsorge in der Diözese Arecibo in Puerto Rico entbunden. Dies teilte der Vatikan ohne Angabe von Gründen mit. Als dessen übergangsweisen Nachfolger ernannte er Álvaro Corrada del Rio, den emeritierten puerto-ricanischen Bischof von Mayaguez. Fernández Torres' ablehnende Haltung gegenüber der Coronaimpfung gilt als Grund für seine Entlassung. Der Papst hatte bereits in den vergangenen Monaten den Rücktritt des Bischofs gefordert.

Der katholischen Nachrichten-Agentur KNA zufolge  hatte der 57-jährige gebürtige US-Amerikaner Fernández Torres Gläubige verteidigt, die aus Gewissensgründen der Impfpflicht in der Coronapandemie nicht nachkommen wollten. Außerdem hatte er es abgelehnt, ein Papier der puerto-ricanischen Bischofskonferenz zu unterzeichnen, das vorsieht, dass Ungeimpfte nicht an kirchlichen Aktivitäten teilnehmen sollten.

Fernández Torres hatte sich überdies geweigert, Papst Franziskus seinen Rücktritt anzubieten – daraufhin wurde er abgesetzt. Franziskus hatte kürzlich »starke ideologische Gegensätze« bei der weltweiten Pandemiebekämpfung kritisiert. Der Papst – selbst dreimal geimpft – unterstützt die Coronaimpfung.

jso
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